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MARIA VAN EMBDEN-HEINE Nachdem Heine Lesen und Schreiben gelernt hatte, schickte man ihn in eine Madchenschule, deren Vorsteherin eine alte fünfzigjahrige Jungfer war. Der Knabe war erst vier Jahre alt, lernte alles mit der gröfiten Leichtigkeit, aber das Stillsitzen war ihm unertraglich. Die Lehrerin bestrafte jede Unachtsamkeit aufs empfindlichste, und diese Strenge empörte ihn. Sie wurde ihm so verhafít, dafi er hin und her sann, wie er sich rachen könne. Eines Tages liefi die Lehrerin einen Krug mit Milch auf dem Tische stehen, und sowie er sich unbeobachtet sah, nahm er ein TintenfaB und gofi den Inhalt in die Milch. Hierauf stolzierte er in der Stube auf und nieder, die Hande auf dem Rücken, als ob nichts geschehen wáre! Ein anderes Mai erwischte er die Schnupftabaksdose der Altén und füllte sie mit Sand. Als die Lehrerin ihm eine Strafpredigt hielt und ihn fragte, warum er dies getan hatte, antwortete er mit Nachdruck: Weil ich dich hasse!" ? ADOLF STRODTMANN NACH JOSEPH NEUNZIG Die beiden Kinder standén an einem Sonnabend auf der Strafie, als plötzlich ein Haus zu brennen begann. Die Spritzen rasselten herbei, und die müfiigen Gaffer wurden aufgefordert, sich in die Reihe der Löschmannschaften zu stellen, um die Brandeimer weiterzureichen. Als an Harry die gleiche Aufforderung erging, sagte er bestimmt: Ich darf's nicht und ich tu's nicht, denn wir habén heute Schabbes!"