Bővebb ismertető
Zur Einführung
Die zweckentsprecliende Auswahl der Pastorationsmethoden und deren kluge, entschlossene Anwendung in den Gemeinden ist, im Rahmen der Gesamtlage gesehen, nach wie vor das große Anliegen der Kirche in Deutschland. Der geistige Umbruch des Volkes schreitet, wie wir wissen, fort. Der Pflug geht tief, und ein Morgen Land nach dem andern wird umgeworfen. Die Intensität, mit der das Geistesleben gegenwärtig arbeitet, ist aber an sich nicht zu bedauern. Umgepflügtes, aufgerissenes Land ist fruchtbar und saaterschlossen. Es ist in vorzüglich zutreffendem Sinne die Zeit gekommen, da der Sämann ausgehen soll, seinen Samen zu säen. In modernem Sinne verstanden hat der Klerus seine Sendung vorwiegend darin zu erblicken, daß er ebenso bejahend als prüfend an die Wirklichkeiten des Lebens anknüpft. Die Pastoral hat ihre objektiven Wertmaßstäbe, ihre absoluten, in der Religion Christi begründeten Wahrheiten und ihre in der Lehre des Herrn wurzelnden unveränderlichen Sittennormen, von denen sie niemals abweichen kann, ohne sich aufzugeben. Sie hat aber auch immer mit Menschen zu tun, mit fließender Geschichte. Sie kann nie von den Geistesströmungen absehen, die ein Zeitalter beherrschen. Die ideengeschichtliche Ebene ist und bleibt das gottgewollte Gebiet ihrer Begegnung mit der Welt. Hier und nirgendwo anders fallen die Würfel. Genau gesehen geht es bei ideenmächtigen Strömungen um einen Neuaufbruch elementarer Grundkräfte der Welt-, Volks- und Kirchengeschichte. Die philosophische Rückschau in die Geschichte stellt das außer Zweifel und macht deutlich, daß diese Grundkräfte ihrem innersten Wesen nach Gestaltkräfte waren, in gutem oder schlechtem Sinne. Mit ihnen kamen neue Formen der Geschichte, des Volkslebens und auch des kirchlichen Lebens. Der Blick in die Jahrhunderte der Reformation, der Renaissance, der Aufklärung und des Materialismus genügt.
Es liegt nun zum großen Teil in der Hand des Klerus, ob die Kirche den Weg zu den gestaltenden Kräften der jeweiligen weit-