Bővebb ismertető
Vorwort
Es gibt in der Geschichte der Technik wohl kein besseres Beispiel für das unmittelbare Entstehen eines neuen technischen Zweiges, geboren aus ursprünglich rein-physikalischen Expeii-mentalarbeiten, wie die Hochvakuumtechnik. Von den Versuchen von Toricelli aus dem Jahre 1643 mit einem einseitig abgeschlossenen quecksilbergefüllten Steigrohr, in dessen oberem Ende eine „Leere" entstand, führt der Weg zu der kurz danach von Guericke gebauten iToZöeTi-Luftpumpe. Erst 200 Jahre später setzt eine neue Entwicklung ein, die mit den Namen Geisslbr, Toepler und (um 1900) Gaede verknüpft ist; bei ihren Pumpen ist es Quecksilber, das als Absperr- und Verdrängungsflüssigkeit für einen Teil der zu entfernenden Gasmolekeln wirkt. In neuerer Zeit sind es die von Gaede, Lang-muir, Gehrts u. a. geschaffenen mit Quecksilber oder organischen Dämpfen arbeitenden Diffmions-'Pnm.-peri, bei denen die Saugwirkung auf einer Molekelströmung aus dem Vakuumgefäß in den Pumpenteil beruht, die ihr Entstehen dem Dichteunterschied der Fremdgase zwischen diesen beiden Räumen verdankt.
Die hochvakuumtechnische Massenfertigung, speziell die Rundfunkröhrenfertigung, hat sich in jüngster Zeit zwecks Abkürzung der Pumpzeit und Beherrschen des ,,Nachgasens" eines völlig anderen physikalischen Vorganges, nämlich der Gasaufzehrung durch gewisse Metalldämpfe, mit gutem Erfolg bedient. Das Pumpen der Vakuumröhren erfolgt dann nur bis zu einem gewissen Eremdgasdruck, den zweiten Teil des Pumpprozesses zur Herstellung des Hochvakuums übernimmt der im geeigneten Augenblick im Rohr befreite Metalldampf, der im Ver-