Bővebb ismertető
Jan Arnos Comenius ist mit seinem Vertrauen auf die Entfaltung der guten Kräfte im Menschen dem Zeitalter des Rationalismus verhaftet und mit seinen weitgesteckten Zielen eine wahrhaft barocke Gestalt zu nennen. Sein Optimismus, sein Glaube an das Gute und daran, daß dieses durch eine richtige Erziehung geweckt werden könne, wurde von späteren Epochen als Utopie abgetan oder als Naivität verspottet. Sein »Orbis pictus«, jenes großartige Bilderbuch, blieb zwar noch lange in den Kinderstuben und Schulen erhalten; den meisten aber galt er nur noch als historisch bedingte Persönlichkeit, deren Lehren die Zeit überholt habe. Die Wiederentdeckung des großen Theologen und Pädagogen im zwanzigsten Jahrhundert dürfte kein Zufall sein. Abgesehen davon, daß es auch um die Rehabilitierung eines zu unrecht Vergessenen geht, gibt es dafür tiefere Gründe. Unser Zeitalter mit seinen Massenvernichtungsmitteln, die in noch nie dagewesenem Ausmaß die ganze Menschheit bedrohen, ist wie keines zuvor darauf angewiesen, an die Erziehbarkeit des Menschen zu glauben. Eine Resignation in dieser Frage käme für uns dem Selbstmord gleich. Darum richtet sich unser Blick auf den vom Schicksal so hart Betroffenen, einen Verfolgten und Verbannten, der auch in Verzweiflung eine Besserung des Menschengeschlechts erhoffte. Was wir heute als nichtautoritäre Erziehimg verstehen und zu praktizieren versuchen, findet in Comenius einen Vorläufer und beredten Anwalt, sofern
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