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Umkehr und Heimkehr
Wir waren verblüfft, als wir Ende Juli 1942 aus der Steppe zwischen Don und Wolga kamen und plötzlich wie eine Fata Morgana gewaltige Industrieanlagen in fünfunddreißig Kilometer Breite an der Wolga vor uns auftauchen sahen: Stalingrad.
Die 6. Armee unter Generaloberst Paulus hatte Befehl, diese Stadt unter allen Umständen einzunehmen. So sollte dem vermeintlichen »Koloß auf tönernen Füßen« der vernichtende Schlag versetzt werden.
In den letzten Augusttagen des Jahres 1942 drangen Spitzen der 6. Armee in einige Teile des Traktorenwerkes an der Wolga ein.
Trotz größter Anstrengungen konnte aber die 6. Armee die Stadt nicht nehmen. Ebensowenig konnte sie verhindern, daß immer neue Truppen- und Materialtransporte zur Verstärkung der Roten Armee anrollten und nachts über die Wolga gesetzt wurden. Die sowjetische Abwehr wurde immer stärker. Die deutschen Verluste wuchsen. Auch im Panzergrenadierregiment 92 aus Greifswald, das ich damals kommandierte, mehrten sich die Ausfälle.
Ich selbst wurde in den ersten Septembertagen an der rechten Hand verwundet, blieb aber bei der Truppe.
Einige Tage später, ich lag gerade in einem Erdloch, rief mein Divisionskommandeur an und unterbreitete mir einen gutgemeinten Plan: »Ihre Hand braucht Ruhe zum Heilen. Passen Sie auf: Der Rundunkkommentator Hans Pritsche kommt hierher, um an Ort und Stelle eine große Propagandaaktion vorzubereiten unter dem Motto ,Der Fall von Stalingrad', der ja in den allernächsten Tagen zu erwarten ist. Dazu soll dann von jedem Armeekorps ein Ritterkreuzträger in Berlin im Rundfunk sprechen. Ich denke mir die Sache so, daß Sie nach Hause fliegen und Ihre Pfote auskurieren. Dabei kommen Sie dann endlich auch
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