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Giotto-Fresken [antikvár]

Walter Euler

 
Mit den Fresken der Scrovegnikapelle in Padua, auch Arena-kapelle genannt, ist uns das vollstándigste, in seinem Bestand unberührteste und unumstrittenste Werk Giottos erhalten. Die Zuschreibung an Giotto beruht auf übereinstimmender Tradition, deren erste Zeugnisse noch aus der Lebenszeit des Meisters stammen. Kein anderer Zyklus ist gleich authentisch auf uns gekommen. Und auch die Arenakapelle wurde nur durch glückliche Umstánde vor der Zerstörung bewahrt: Noch im vorigen Jahrhundert konnte der Mar-chese Pietro E. Selvatico zusammen...
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Mit den Fresken der Scrovegnikapelle in Padua, auch Arena-kapelle genannt, ist uns das vollstándigste, in seinem Bestand unberührteste und unumstrittenste Werk Giottos erhalten. Die Zuschreibung an Giotto beruht auf übereinstimmender Tradition, deren erste Zeugnisse noch aus der Lebenszeit des Meisters stammen. Kein anderer Zyklus ist gleich authentisch auf uns gekommen. Und auch die Arenakapelle wurde nur durch glückliche Umstánde vor der Zerstörung bewahrt: Noch im vorigen Jahrhundert konnte der Mar-chese Pietro E. Selvatico zusammen mit anderen den Ab-bruch verhindern; im letzten Weltkrieg war es Zufall, dass die Bőmben, welche die nur wenige Schritte entfernte Kirche der Eremitaner und dort die Fresken Mantegnas trafen, nicht auf die Aréna fielen. Als Giotto nach Padua kam, war er ein Mann auf der Höhe seines Lebens - «nel mezzo del cammin di nostra vita» was alléin schon berechtigt, in den Fresken der Aréna ein Hauptwerk des Meisters zu sehen. Wie heute allgemein ange-nommen, wurde Giotto 1267 in Colle di Vespignano bei Vicchio im Mugellotal, nördlich von Florenz geboren, als Sohn einer Familie, die dort Landbesitz hatte. Spater hat man sich den etwa Zwanzigjáhrigen auf den Gerüsten der grossen künstlerischen Unternehmen dieser Jahre vorzu-stellen, in Florenz vielleicht in der Nahe Cimabues, bald darauf in Rom, wo er zum erstenmal der Kunst Cavallinis begegnet; und danach, wohl schon als führendes Mitglied einer der römisch-toskanischen Werkstátten, auch in Assisi, beteiligt an der Ausmalung des franziskanischen Haupt-heiligtums. Diese Verbindung zum Franziskanerorden riss nie mehr ab. Dazwischen ist Giotto in Florenz, wo er den grossen Kruzifixus für S. Maria Novella mait, der noch heute dort hangt, vielleicht auch die Madonnentafel, die in S. Giorgio alla Costa aufbewahrt wird. Diese frühe und aus-gedehnte Reisetátigkeit zwischen den damaligen Kunst-zentren bringt Giotto auch frühen Ruhm. Im Jahre 1300 ruft ihn Papst Bonifaz VIII. wieder nach Rom - von Florenz oder, was wahrscheinlich ist, von Assisi weg, wo er wohl seine Arbeit am Zyklus der Franziskuslegende abbricht um zum Jubiláumsjahr im Lateran drei reprásentative Fresken zu malen. Einige Jahre danach dürfte sein Werk in Padua entstanden sein. Wer ihn dahin gerufen hat - vielleicht die Franziskaner für den Santo oder Enrico Scrovegni, der Stifter der Arenakapelle - und woher - ob von Assisi, über Rimini (und vielleicht Ravenna) oder von Florenz, wo er in diesen Jahren im «popolo di Santa Maria Novella» schon Haus und Eigentum besitzt und gerade zu der Zeit in der Badia das Altarbild und einen erst kürzlich aufgedeckten Marienzyklus mait wird vorerst gelehrter Streit bleiben

Termékadatok

Cím: Giotto-Fresken [antikvár]
Szerző: Walter Euler
Kiadó: Verlag Hallwag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 120 mm x 190 mm
Walter Euler művei
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