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Dorothea Terpitz - Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto [antikvár]

Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto [antikvár]

Dorothea Terpitz

 
Vom Bühnen- zum Vedutenmaler 2 Dit Bnfalm zum Canal Grande. Mtn 1726-1728 Öl auf Leinwand. 191x203 cm Musée de Grenoble, Grenoble Vom iMolo aus ist die Kirche Santa iViaria della Salute mit ihrer großen Kuppel zu sehen. An der Landzunge befindet sich die Dogana da Mar, die Meereszollstation. Zwischen der Insel Giudecca, die im linken Bildteil zu sehen ist, und der Dogana da Mar lag der Hafen der Seerepublik, der zur Blütezeit von "La Serenissima« einer der wichtigsten im Mittelmeerraum war. Auf dem Turm der im 17. Jahrhundert...
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Vom Bühnen- zum Vedutenmaler 2 Dit Bnfalm zum Canal Grande. Mtn 1726-1728 Öl auf Leinwand. 191x203 cm Musée de Grenoble, Grenoble Vom iMolo aus ist die Kirche Santa iViaria della Salute mit ihrer großen Kuppel zu sehen. An der Landzunge befindet sich die Dogana da Mar, die Meereszollstation. Zwischen der Insel Giudecca, die im linken Bildteil zu sehen ist, und der Dogana da Mar lag der Hafen der Seerepublik, der zur Blütezeit von "La Serenissima« einer der wichtigsten im Mittelmeerraum war. Auf dem Turm der im 17. Jahrhundert erneuerten Zollstation trugen zwei Adanten die Weltkugel, gekrönt von Fortima, der launischen Göttin des Glücks, die ein bewegliches Segel in den Wind hielt. Über die Jahrhunderte hinweg haben Schriftsteller und Maler, Gelehrte und Bildungsreisende die Lagunenstadt Venedig mitihrer einzigartigen Lage zwischen Meer und Festland bewundert. Politiker, Diplomaten und Staatsleute rühmten das politische Geschick, mit dem die Sradcrepublik ihren Aufstiegzur mächtigen und reichen Seehandelsmachc meisterte. Die Pracht der Stadt und die Lebenslust ihrer Bewohner zogen auch im 18. Jahrhundert viele ausländische Besucher an. Auch wenn die antiken Stätten Roms traditionellerweise das erklärte Ziel des Bildungstourismus im 18. Jahrhundert waren, so galt die Metropole Venedig als Hochburg von Amüsement und Libertinage, die einen Abstecher lohnte. Das sich über annähernd sechs Monate hinziehende Karnevalstreiben, aber auch die Einzüge der Botschafter und anderer hochgestellter Gäste boten willkommene Anlässe zu ausgedehnten Feierlichkeiten, die das Bild der Lagunenstadt prägten. Der verblassende Glanz Venedigs, die Schönheit von »La Serenissima« - (italienisch »die Durchlauchtigste«) - spiegelte sich in der Malerei der Zeit, die zahlreiche Kunst%verke von außerordentlicher Qualität hervorbrachte und auch bei den auswärtigen Zeitgenossen hohe Wertschätzung fand. Dabei stand Venedig im 18. Jahrhundert bereits nicht mehr im Mittelpunkt des Handelsverkehrs zwischen Ost und West. Nach der Blütezeit der Stadtrepublik im 15. und 16. Jahrhundert, als die Stadt durch ausgedehnten Fernhandel zu unermeßlichem Reichtum gelangt war, folgte im 18. Jahrhundert eine Zeit des allmählichen Niedergangs. Durch die Erstarrung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse geriet Venedig im 18. Jahrhundert gegenüber den anderen europäischen Großmächten - insbesondere England und den Niederlanden - immer mehr ins Hintertreffen. Die Politik des Dogen, der noch im 16. Jahrhundert Bündnisse mit den Nachbarstaaten eingegangen war, um die türki.sche Bedrohung erfolgreich abzuwehren, war im 18. Jahrhundert von einer strikten Neutralität geprägt, die einem politischen Rückzug gleichkam. Angesichts des vorsichtigen Taktierens in außenpolitischen Belangen und der Unfähigkeit, die Sicherheit für Handelsschiffe auf dem Mittelmccr zu garantieren, zog sich das politische Leben vermehrt auf die inneren Angelegenheiten der Stadt zurück. Die Künste jedoch erlebten im 18. Jahrhundert einen letzten, unvergleichlichen Aufschwung. Gleichzeitig entwickelte sich Venedig zu einem Ort des Vergnügens: 1683 war in den Prokuratien das erste Kaffeehaus eröffnet worden, und die Anzahl der Kasinos vermehrte sich schnell. Die Adeligen und wohlhabenden Bürger erwarben Landsitze aufderTer-raferma, dem angrenzenden Festland, wo sie ihren privaten Vergnügungen nachgingen. In der Stadt lebten unzählige Musiker, Schausteller und Possenreißer, unter die sich die venezianische Halbwelt, kleine Gauner und Schwindler, mischte. Theater und Oper wurden gepflegt, und obwohl sich Neapel allmählich zum Mittelpunkt des italienischen Operngeschehens entwickelt hatte, gastierten viele ausländische Musiker und Künstler in Venedig. Händel, Gluck und Mozart besuchten die Lagunenstadt und ließen sich von ihr inspirieren. Berühmt war auch das venezianische Ballett. Ausländische Fürsten bemühten sich, bekannte venezianische Tänzer und Tänzerinnen für ihre Höfe zu gewinnen. In dieser Welt - der Epoche des Rokoko - wuchs der junge Canaletto auf und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Malern seiner Zeit, der nicht nur die reizvollen Ansichten seiner Heimatstadt zwischen den Kanälen und Lagunen festhielt, sondern auch als genauer Beobachter das gesellschaftliche Leben seiner Zeit wiedergab. So verdanken wir ihm Darstellungen zahlreicher Feste und Feierlichkeiten Venedigs, der Sitten und Bräuche sowie die Kenntnis von Kostümen des 18. Jahrhunderts. Canaletto, der mit richtigem Namen Giovanni Antonio Canal hieß, wurde am 28. Oktober 1697 als Sohn des Bühnenmalers Bernardo Canal (1674 -1744) in der Nähe des Campo San Lio geboren, im Herzen Venedigs, unweit der Rialtobrücke. Vermutlich war Canaletros Geburtshaus am Corte del Perini auch sein späterer Wohnort. Die soziale Herkunft der Familie Canal ist unklar. Aufgrund einer signierten Zeichnung im Kup-ferstichkabinett. Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, vermutete man, daß Canaletto einer venezianischen Patrizierfamilie entstammte. Doch ist dies nicht gesichert. Der Vater, Bernardo Canal, verdiente seinen Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Gestaltung von Bühnenbildern für venezianische Theater und Opern, er erhielt jedoch auch Dckorationsauf-

Termékadatok

Cím: Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto [antikvár]
Szerző: Dorothea Terpitz
Kiadó: Könemann Verlagsgesellschaft mbH
Kötés: Vászon
ISBN: 3829006845
Méret: 280 mm x 320 mm
Dorothea Terpitz művei
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