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Prof. Wolfgang Tarnowski - Gladiatoren [antikvár]
 
Vorwort Um die Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. übernahmen die Römer von ihren etruskischen Nachbarn den Brauch, bei Totenfeiern für bedeutende Männer bewaffnete Kriegsgefangene auf Leben und Tod miteinander kämpfen zu las- sen. Die Römer jedoch faszinierte daran weniger der fromme Zweck als vielmehr das Spiel mit dem Tod, das Sensationelle. Und so entwickelte sich bei ihnen aus dem religiösen Lei- chenschaukampf etwas ganz anderes, eine Institution, die in der Geschichte der Menschheit kein Gegenstück hat: das...
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Vorwort Um die Mitte des 3. Jahrhunderts v. Chr. übernahmen die Römer von ihren etruskischen Nachbarn den Brauch, bei Totenfeiern für bedeutende Männer bewaffnete Kriegsgefangene auf Leben und Tod miteinander kämpfen zu las- sen. Die Römer jedoch faszinierte daran weniger der fromme Zweck als vielmehr das Spiel mit dem Tod, das Sensationelle. Und so entwickelte sich bei ihnen aus dem religiösen Lei- chenschaukampf etwas ganz anderes, eine Institution, die in der Geschichte der Menschheit kein Gegenstück hat: das römische Gladiatorenwesen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine gigantische Vergnügungsindustrie, die schließlich Hunderttausende von Men- schen beschäftigte und Unsummen verschlang. Ihre Aufgabe war es, im ganzen Römischen Reich eine Art Zir- kusspiele für alle mit einem möglichst abwechslungsreichen Programm zu organisieren: Spiele, deren größte Attraktion der Kampf auf Leben und Tod war. Zu diesem Zweck steckte man Gefangene, Sklaven und Verbrecher, später auch Freiwillige in Uniformen, ließ sie von Fechtlehrern zu „Gladia- toren" ausbilden und hetzte sie unter den Augen der Zuschauer gegeneinan- der, bis Blut floß und der Unterlegene unter den Händen des Siegers sein Leben aushauchte. Diesem römischen Gladiatorenwesen fielen im Laufe der Jahrhunderte Millio- nen von Männern und Frauen zum Opfer. Sie starben - oft zu Hunderten an einem einzigen Tag und Ort - auf öffentlichen Plätzen, in Theatern, in Rennbahnen und in den Arenen der eigens für den Gladiatorenkampf errich- teten Amphitheater. Mit ihnen verende- ten unvorstellbare Mengen wilder Tiere, die von einer Armee von Tierfängern angeliefert wurden, bis rings um das Mittelmeer viele Arten ganz oder beina- he ausgerottet waren. Dieses WAS IST WAS-Buch schildert, wie es dazu kommen konnte. Es be- richtet vom religiösen Ursprung des Gladiatorenkampfes; von seiner Umfor- mung und Weiterentwicklung durch die Römer; von Herkunft, Leben und Schicksal der Gladiatoren; von den grausigen Höhepunkten des Gladia- torenwesens in der Kaiserzeit, den Massenhinrichtungen, Tierhetzen und Seeschlachten; und zuletzt vom langen Kampf der jungen christlichen Kirche gegen die Spiele und von deren Ende zu Beginn des 5. Jahrhunderts n. Chr.

Termékadatok

Cím: Gladiatoren [antikvár]
Szerző: Prof. Wolfgang Tarnowski
Kiadó: Tessloff Verlag
Kötés: Varrott keménykötés
ISBN: 3788604220
Méret: 210 mm x 280 mm
Prof. Wolfgang Tarnowski művei
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