Bővebb ismertető
EIN MANN IST AUFGESTANDEN
Oxford. 17. Mai 1831. ín der „Union", der Pflanzschule der englischen Politiker, in der die Studenten nach dem Mu-ster des Parlaments debattieren und abstimmen, ist eine unge-wöhnliche Zahl kampfbereiter Jünglinge zusammengeströmt. Steht doch die Wahlreform auf der Tagesordnung, wegen deren das Parlament soeben nach erbitterten Kámpfen aufge-löst worden war. Erregt genug waren die Zeiten. In Frank-reich war im Juli des vorigen Jahres ein König, der letzte einer uralten Dynastie, vom Thron gestofíen worden, und das besitzende Bürgertum hatte, geführt von einem neuen König, der Geist von seinem Geist war, die Herrschaft ergriffen. Das hatte auch England nicht unberührt gelassen, und die Wáhler hatten, so dünn ihre Schicht auch war, den Geist der neuen Zeit stark genug gespürt, um bei den Wahlen vom Herbst 1830 eine Mehrheit von unerhört fortschrittlicher und reformberei-ter Gesinnung nach Westminster zu schicken. Und nun hatten die neuen Minister der Whigpartei, noch dazu überwiegend Mitglieder der altesten Adelsfamilien, wie der Ministerprasi-dent, der Earl of Grey, und der kleine rücksichtslose Lord John Russell den Mut gehabt, ein Wahlgesetz vorzulegen, das in Jahrhunderten langsam entstandene und liebevoll gepflegte Mifibrauche mit atemraubender Gründlichkeit beseitigen und die politische Macht, die bisher der grofie und kleine Land-adel in den Handen gehabt hatte, den Kaufleuten, Fabrikan-ten und Bankiers der inzwischen aufgeblühten Stádte über-tragen wollte. Die Opposition im Parlament kampfte zwar heftig, aber um ihren Widerstand zu brechen, hatten die Minister mit Hilfe König Wilhelms IV. an das Volk appelliert.
Konnte Oxford das ruhig mit ansehen? Oxford, die grofle Hüterin der Tradition, der die Colleges des 13. und 14. Jahr-hunderts ihren unvergleichlichen und unverwischbaren Cha-