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Vorwort
Die Umfrage in den katholischen Gemeinden zur Vorbereitung der Pastoralsynode der Jurisdiktionsbezirke in der DDR hat gezeigt, daß diese in erster Linie Fragen des Glaubens und seiner Verwirklichung im täglichen Leben behandelt wissen wollten. Ähnliche Ergebnisse erbrachten Umfragen zur Vorbereitung der Synoden in anderen Ländern, zum Beispiel in der BRD, in Österreich und in der Schweiz. Die Angefragten wollen glauben können, wollen im Glauben die Aufgaben, den Inhalt und das Ziel ihres Lebens erkennen - doch das Glauben ist nicht leicht. So wurde als Grundfrage unserer Pastoralsynode formuliert: »Wie lebt der Christ aus dem Glauben in der Welt von heute?«
Es geht dem heutigen Menschen beim Glauben nicht um eine Summe von Lehrsätzen, die für wahr zu halten sind, es geht ihm nicht um Randfragen und verschiedene periphere Lebensäußerungen des Glaubens, Erscheinungsweisen der Kirche. Es geht um die christlichen Grundwahrheiten, die sich als Lebenshilfen erweisen müssen, um das Glauben an sich, wie es heute möglich und verantwortbar ist. Daraus ergibt sich eine Forderung an die Glaubensvesrkündigung heute. Es reicht nicht zu, einfach Katechismuswahrheiten aufzuzählen. Die Wahrheit und die Lebenskraft des Glaubens müssen in der Verkündigung einsichtig gemacht werden. Die Bedeutung des Glaubens für Gegenwart und Zukunft des Mensclien, des je einzelnen und der menschlichen Gemeinschaft, muß wieder aufscheinen. Die Frage nach Sinn und Ziel unseres Daseins kommt immer wieder im Menschen hoch. Es ist eine höchst praktische Frage. Denn wenn man das Ziel verfehlt, ist der ganze Weg vergebens. Zudem: der Mensch kann erst dann wirklich zu sich selbst finden, sobald er weiß, warum er lebt - und warum er sterben muß.
Die Antwort auf die Sinnfrage des Lebens ist sehr unterschiedlich. Täglich begegnen uns Worte wie Evolution, Entwicklung, Fortschritt,
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