Bővebb ismertető
In seinen Maximen und Reflexionen bekannte der achtzigjährige Goethe: «Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens.» In eben diesem Sinne möchten die Stimmen verstanden sein, die in dichterischer Form aus Ost und West und Süd und Nord in diesem Büchlein zusammenklingen, um das vielschichtige Mysterium des Glaubens zu verdeutlichen. Dabei beschränkt sich die Auswahl der literarischen Texte und dichterischen Bekenntnisse bewußt auf den christlich-abendländischen Kulturkreis, zu dem alle deutschsprachigen Leser zwangsläufig einen unmittelbaren Zugang haben. Wesentlich geht es hier nicht um den im religiösen Dogma fixierten Glauben, sondern um das menschliche Grunderlebnis des Glaubens Vorganges, der sich in jedem einzelnen Menschen auf höchst persönliche Art vollzieht, viele Masken trägt und sich in ständig wechselnden Worten, Vorstellungen und Bildern äußert. Dieser Glaube fühlt sich mit Vernunft und Verstand verschwistert, weiß aber um deren Grenzen. Mit der Kraft der Liebesallgewalt, über die Plato und Dante besonders tief nachgedacht haben, versucht er, die rationalen Erkenntnisse des Menschen zu beseligen und auf den Punkt Omega auszurichten.