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PROLOG
»Heute wird noch Blut fließen.«
Ein junger Mann sagte das zu seinem älteren Gefährten, mit dem er auf einer dunklen Landstraße nach Hause ging.
Sein Begleiter schüttelte den Kopf. »Das müssen wir verhindern. Wir sollten einen anderen Weg finden.«
»Kein anderer Weg!« Der junge Bursche verstummte. Er hatte Probleme mit der englischen Sprache, doch der Colonel bestand darauf, daß sie sich auf englisch unterhielten, selbst wenn sie unter sich waren. »Wir müssen uns wehren.«
»Wir müssen vor allem überleben, Tommy, und unsere Familien schützen.«
»Wie in Porto Cristo? Nein, ich laufe nicht schon wieder weg!«
Colonel Khue Van Nguyen dachte angestrengt nach. Er wollte seinen Gefährten beruhigen, fand aber nicht die rechten Worte. An seinem Englisch kormte das nicht liegen -Nguyen hatte die Sprache schon vor der Flucht aus Vietnam beherrscht. Nein, wenn ihm nichts einfiel, sinnierte er, dann wahrscheinlich deshalb, weil es die passenden Begriffe einfach nicht gab.
»In den Ouachita-Bergen herrscht ein rauhes Klima, Tommy.« Und als hätte er nur auf ein Kommando gewartet, schlug ihnen plötzüch ein Windstoß entgegen. Colonel Nguyen fröstelte. »Das sind schlimme Zeiten, Tommy. Wir müssen vorsichtig sein. Wir sind hier vom Bösen umgeben.«
»Das Böse ist überall. Hier ist es auch nicht anders.«
»Wir müssen dafür sorgen, daß es anders wird, Tommy.«
Um sich ihrer neuen Umgebung anzupassen, hatten die Flüchtlinge gleich nach ihrer Ankunft im Lager ihre vietnamesischen Namen abgelegt und amerikanische angenommen. Aus Vuong Quam Thuy war so Tommy geworden.
»Ich bleibe ich «
Colonel Nguyen legte beschwichtigend eine Hand auf