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Skyphos. Einst bei van Branteghem.
Das vorliegende Buch zeigt die Sinnlichkeit der Antike, die unsere Zeit mit leiblichem und geistigem Feigenblatt zu verhüllen bestrebt ist. Das Altertum war durchaus sinnlich, urwüchsig sinnlich, übermütig sinnlich, mit pausbäckigem Humor. „Wir verehren die Götter mit Frohsinn, mit Gastmählern, mit Gesängen, Spielen und Scherzen. Ihr aber verehrt den gekreuzigten Menschen, dem die, die all dies genießen, nicht gefallen können; der die Freude verschmäht, dem das Fasten gefällt, der die sinnhchen Vergnügungen verdammt und eine traurige, unfruchtbare Keuschheit hebt." So urteilt im Jahre 187 n. Chr. ein Heide in den Acta Epipodii et Alexandri.
„Das Christentum hat Gift in den Becher des Eros gegossen. Er ist daran nicht gestorben, aber seitdem ist die Liebe zur Unzucht geworden", sagt Friedrich Nietzsche.
Die den Alten selbstverständhche Sinnlichkeit offenbarte sich allenthalben in der bildenden Kunst und in der Sprache. Die Lustspiele des Plautus, die Atellanenstücke, die Gedichte des Catull, des Horaz, des Ovid, des Martial, des luvenal u. a. entsprechen dem Geiste der Zeit. Überall sprudelt derber Mutterwitz, an dem keiner Anstoß nahm. Der Witz war den Alten Lebenswürze, er war derb, aber treuherzig. Daher freuten sich auch die besten Männer an kecker Aus-