Bővebb ismertető
Vorwort zur zweiten Auflage
Der Inhalt des Büchleins, das hier wieder erscheint, hätte vielleicht weniger Bedenken erweckt, wenn man darin ein Zeugnis persönlicher Erfahrung gesehen hätte. Man kann in Theorien zu weit gehen; man kann auch Wahrheiten der Heiligen Sdirift einseitig betonen oder auf die Spitze treiben, aber in der Nachfolge Jesu und in der rückhaltlosen Übergabe an Ihn kann man nidit zu weit gehen, es kann keine Ketzerei, keine Irrlehre darin liegen, daß man gelernt hat, in Jesus zu bleiben.
Als die freie Kirche des Waadtlandes in ihrer Synode vom Mai 1866 meine Berufung zum öffentlichen Dienst am Worte Gottes feierlich anerkannte und mich hierfür unter Handauflegung in besonderer Weise der Gnade Gottes empfahl, wurde mir folgendes Wort des Apostels Paulus mitgegeben (1. Kor. 4, 16): „Darum ermahne ich euch, seid meine Nachfolger." Wer will es mir verargen, daß ich mit diesem Wort ernst gemacht und diesen Befehl als ausführbar betrachtet habe? Und sollte es nun befremden, wenn jemandem geschieht nach seinem Glauben? Zur Zeit als Paulus lebte, hatte er seine Nachfolger (Phil. 3,17), wie er sich seinerseits bewußt war, Nachfolger Christi zu sein (1. Kor. 11, 1). Sollten heutzutage seine Nachfolger so selten geworden sein, daß man sich mißtrauisch gegen sie stellt? Sind die, die im Glauben das Geheimnis gefunden haben, Gott zu gefallen und mit Ihm zu wandeln wie Henoch, ein Gegenstand des Mißtrauens geworden?
Wie wir in der Einleitung zur ersten Ausgabe^ bemerkt, schreibt der Apostel Johannes im ersten Kapitel seines 1. Briefes: „auf daß wir nicht sündigen", erklärt aber darin
^ Dieselbe ist beifolgend mit wenig Veränderungen in diese Auflage herübergenommen worden.