Bővebb ismertető
V o r w o r tDie Vortrage der letzten Tagung der Arbeitsgemeinschaft evange-lischer Patristiker (2.-4.1.1979 in Bethel), die um das Thema "Göttliche Gnade und menschliche Entscheidungsfreiheit bei den Kirchenvatern" kreisen, werden besonders gern in die Reihe "OIKONOMIA", Quellen und Studien zur Geschichte und Theologie des christlichen Ostens, hrsg. vom Lehrstuhl gleichen Namens an der evangelisch-theologischen Fakultat Erlangen, aufgenommen.Wer besonders als Lutheraner am Dialóg mit der zeitgenössischen Orthodoxie beteiligt ist, weiB, wie von vielen orthodoxen Theolo-gen das Problem der ouvépyeua zwischen Gott und Mensch im Heilsgeschehen als gravierend trennender locus theologicus ge-genüber den "Protestanten" empfunden wird, vas diese ihrerseits dann vom umgekehrten Standpunkt der "sola gratia" aus gerne zu bestatigen pflegen. Aber versteht man sich da öigentlich gegen-seitig richtig? Denn die Orthodoxen zitieren mit Vorliebe die kappadozischen Vater und für die Anthropologie besonders gern Gregor von Nyssa, und dann natürlich die Homilien des Johannes Chrysostomus, die Lutheraner hingegen berufen sich auf die Argu-mente, die gegen die Philippisten im Synergismusstreit geltend gemacht wurden. Die Spitze der griechischen Theologie des 4. Jahr-hunderts steht alsó gegen einen Moment in der innerreformatori-schen, bzw. lutherisch-humanistischen Auseinandersetzung. DafJ Martin Luther selbst, trotz seiner gelegentlichen spateren Ausfalle auf Johannes Chrysostomus und andere Kirchenvater gerade wegen des "Synergismus", der Begriff der cooperatio zwischen Gott und Mensch nicht fremd ist, wenn er auch sehr genau verstanden werden mu B, hatte schon mein Naumburger Kollege Martin Seils in seiner Habi1itationsschrift1 gezeigt.Darauf aber, wie inadaquat das Hantieren mit den Begriffen von 1 566ff in Bezúg auf Gregor von Nyssas auvépYeta -Begriff ist, so-wie auf die verschiedenen anthropo1ogischen Konzeptionen von Gregor einerseits, seines jüngeren lateinischen Zeitgenossen Augustin andererseits, hat Ekkehard Mühlenberg in seinem viel beachteten Vortrag auf dem Oxfroder Patristiker-Kongreß 1975 hingewiesen.