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Da fiel ein Tropfen ins Meer, und das Meer erscholl und brach in meinen Traum. Der Finger der Ewigkeit war aus= gestreckt und wies auf den Ablauf der Zeiten, und eine kleine Spanne war der Zeiger gerückt und war wie ein Kindermund klein und lächelnd, so jung war die Zeit, und war dahin fünf= hundert Jahre und etliches.
Da sah ich auf. Eine Wolke stand steil über Helgoland. Der Mond sank früh herab.
Lange war mein Schlaf, dunkel mein Traum, voll von der Windharfe, die schweigt nicht auf der Westernsee in Ewigkeit.
Verwest war ich lange, doch über den Spanten meiner Rippen grünte der Brook, bis das Gras zertreten war, da wuchsen die Hellinge, da wuchsen die Mauern, die Schlote, da fing sich die Zeit in Röhren und Drähten, die Speicher wuch= sen, die Häfen schnitten an mein Gebein, die Schienenstränge sangen mir die Weise Unbekannt. Die Dampfer schallten tief zu mir herab wie die Posaune am Jüngsten Tag. Mein mor= scher Schädel stak wie einst im Wind, zerknirschte und ver= ging. Da sammelte mich ein Möwenschrei, der schrie wie einst. Mein Spielball Schädel flog ihm zu, segelte am Wind, segelte an den Winden auf und ab, die Kranketten waren wie lange Zöpfe hinter ihm her. Ahoi, sie spulten sich heraus, die alten Windungen voll Glück und Jammer. Klirr, Kette Hirn, Glied um Glied in Flammen geschmiedet, laß sie uns wieder fangen, die tollen Tage, reiß nicht! Reiß nicht! Fang und zerbrich!
Gering ist der Mensch, ein Spott sind die Jahre, doch un= endlich ist die Süße des Lebens.
Auf den Werften saß ich, hoch wie die Wolken. Die Lauf= katzen schnurrten unter meinen Hacken. Der Strom bäumte sich unter mir, unersättlich von Fernweh. Die Tatzen der Flut lagen gleich Weiberhänden gepflegt auf den Ufertischen, säu= berlich zwischen die Schuppen gefingert. Fühlhörner, Füll= hömer der Erde, zahm und gleisnerisch vor der klüftigen Weltmannsschnauze der Stadt.
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