PrologAls Michail Gorbatschow mit seiner Familie im Jahr 1988 die neue staatliche Datscha auf der Halbinsel Krim bezog, an der Küste des Schwarzen Meeres, ein paar Kilometer entfernt von der Ortschaft Fo-ros, reagierte die damals bereits freie sowjetische Öffentlichkeit auf diese Nachricht deutlich gereizt, wenn nicht geradezu empört. Man erinnerte den Parteichef nicht nur daran, dass er bereits ein ähnliches Sommerhaus in der Nähe Moskaus zur Verfügung hatte, sondern munkelte auch darüber, welche Rolle Raissa Gorbatschowa bei der Wahl...
PrologAls Michail Gorbatschow mit seiner Familie im Jahr 1988 die neue staatliche Datscha auf der Halbinsel Krim bezog, an der Küste des Schwarzen Meeres, ein paar Kilometer entfernt von der Ortschaft Fo-ros, reagierte die damals bereits freie sowjetische Öffentlichkeit auf diese Nachricht deutlich gereizt, wenn nicht geradezu empört. Man erinnerte den Parteichef nicht nur daran, dass er bereits ein ähnliches Sommerhaus in der Nähe Moskaus zur Verfügung hatte, sondern munkelte auch darüber, welche Rolle Raissa Gorbatschowa bei der Wahl des Ortes wohl gespielt habe. Die Fama meinte zu wissen, dass die anspruchsvolle Gattin sich in keinem Fall mit Leonid Breschnews ehemaliger hübscher Villa im nahe gelegenen Oreanda zufriedengeben wollte, und das luxuriöse Bauwerk nahe Foros, von Militärs erbaut, habe sie vor der Einweihung einer peinlichen Qualitätsprüfung unterworfen. Auch blieben vor allem in der Regenbogenpresse alle früheren Sünden der First Lady nicht unerwähnt, namentlich ihre ausgiebigen Einkaufstouren in London, Paris und anderen Städten, wohin sie ihren Mann bei Staatsbesuchen begleitet hatte. Die Kampagne wurde von den politischen Gegnern gestartet - Öl ins Feuer einer ohnehin unzufriedenen, immer labiler werdenden Gesellschaft.Dabei weckte die Prachtvilla auf der Krim auch im engen Umfeld Gorbatschows mancherlei Zweifel. Die in eine Felswand hineingebaute einstöckige Residenz war von weiteren Gebäuden und Anlagen umgeben: Es gab ein Gästehaus, Wohnungen für das Personal, daneben Tennisplatz, Billardraum, Schwimmbad, Sauna und einen Kinosaal. Zum Anwesen gehörte noch ein Hubschrauber, der das Präsidentenpaar jederzeit zum Flughafen Belbek befördern konnte. Der treue Gorbatschow-Berater Anatolij Tschernjajew bezeichnete die Erholungsgewohnheiten seines Chefs als dessen Achillesferse. Seinen Tagebuchaufzeichnungen zufolge wollte er bereits im Herbst 1988 gegenüber Gorbatschow die spitze Bemerkung gemacht haben: Will er all das, was dem Präsidenten
Amennyiben az Ön által választott könyvesbolt neve mellett
1-5
szerepel, kérjük kattintson a bolt nevére, majd a megjelenő elérhetőségeken érdeklődjön a készletről és foglalja le a könyvet.