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I. LEBENSKREISE Kindheit und Jugend In dem kleinen, oberfránkischen Bayernstádtchen Pottenstein kam am 10. Juli 1868 ein Kind zur Welt, auf dem Gottes Gnadenhand in besonderer Weise ruhte. In der heiligen Taufe erhielt es den Namen Johann Baptist. Es war das achte Kind der schlichten Metzgersfamilie Reus, des Vaters Johann und der Mutter Margarete, geborene Hengl. Die frommen, herzensguten Eltern botén alles auf, ihre Kinder zu tüchtigen und religiösen Menschen zu erziehen. Ganz besonders war es die Mutter, die durch ihr vorbildliches Leben den tiefsten und nachhaltigsten Einflufi auf die Kinder gewann. Mit immer wacher Liebe und treuer Sorgfalt pflanzte sie den Kleinen innige Liebe zur heiligen Eucharistie, zur Gottesmutter und zum heiligen Schutzengel ein. Ihr geheimer Herzenswunsch, ihr Sinnen und Beten richtete sich dahin: Gott möge eines ihrer Kinder zum Priestertum oder Ordensleben berufen. Oft bot sie dem lieben Gott ihren kleinen Baptist zum besonderen Dienste an und schenkte ihn in zártlicher Liebe der himmlischen Mutter. Ob es ihr wohl bewufit war, dafí diese Opfergabe angenommen würde?... Johann besuchte die Volksschule in Pottenstein und war ein gutbegabter, fleifiiger, braver Schüler. Herzlich