Bővebb ismertető
Nach reiflicher Überlegung und mit beträchtlichem Zögern habe ich dieses Buch geschrieben; ehrlich gesagt, ich schob dieses Vorhaben mehrere Monate lang immer wieder hinaus. Mich bedrückt die Frage: Hat ein Mensch überhaupt das Recht, über etwas zu schreiben, wovon er selbst nur sehr wenig versteht? Darf er seine Anschauung zu Glaubensfragen schreiben und publizieren, nachdem er jahrzehntelang ohne Glauben gelebt hat und erst vor ganz kurzer Zeit, ohne eigenes Verdienst, zu ihm heimgekehrt ist?
Noch in der Tschechoslowakei sagte mir ein Priester, ein Mensch mit edlem Charakter, es sei meine Pflicht, Zeugnis abzulegen. Ich müßte es tun, selbst dann, wenn dieses Zeugnis unvollkommen sein würde; die höhere Wahrheit fordere ein derartiges Zeugnis gerade in unserer Zeit.
Wichtige Begriffe unserer Zeit erhielten eine andere Deutung, ja, sie wurden zum Teil umfunktioniert. Man wird als moderner Mensch angesehen, wenn man einer über ein Jahrhundert alten Philosophie zustimmt, die bestimmten wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht und sich dennoch auf die Wissenschaft beruft. Bekennt man sich jedoch offen zum Glauben oder etwa gar zu einer Kirche, wird man als rückschrittlich angesehen. Man sagt, es gäbe keine Wahrheit, es gäbe nur eine Summe relativer Wahrheiten; Freiheit darf lediglich als eine Notwendigkeit merkwürdiger „gesellschaftlicher Gesetze" verstanden werden. Der Glaube an unabänderliche, ewige Werte, an Wahrheit und an einen tieferen Sinn hinter allen natürlichen Erscheinungen behindere den Flug zu den Sternen, das Streben nach