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Einfuhrung
Eines der kösdichsten Geschenke des Lebens ist die Freundschaft. »Wer einen Freund findet, hat einen Schatz gefunden. Nichts wiegt seinen Wert auf«, so der alttestamentliche Weisheitslehrer Jesus Sirach (vgl. 6,14 f).
Wenn nun Jesus im Johannesevangelium sagt: »Ich nenne euch nicht mehr Knechte Vielmehr habe ich euch Freunde genannt« (15,15), dann fiillt sich der Begriff der Freundschaft auf neue Weise, weil er eine andere, die göttliche Dimension berührt. Etwas Größeres kann es nicht geben als die Freundschaft mit Jesus. Seine Einladung zur Freundschaft ist wunderbar, sie ist auch anspruchsvoll. »Kein Gebot, noch nicht einmal das der Feindesliebe, stellt höhere Forderungen als dieses Wort. Keine Verheißung, noch nicht einmal die der ewigen Seligkeit, spricht uns Größeres zu. Denn keiner hat von uns je größer gedacht als der Sprecher dieses Wortes« (Eugen Biser).^
»Gott zum Freund haben«, mit Jesus in Freundschaft leben, das war das Charisma der heiligen Teresa von Avila. Es ist auch ihr geistliches Vermächtnis. Sie hat Jesus »als einen wahren Menschen geliebt im eigentlichen und lebendigen Sinn des Wortes.«^ Ihr lebendiges und intensives Beten ließ diese Freundschaft immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt ihres ganzen Lebens werden.
»Der Vorübergang eines Heiligen«, sagt Henri de Lubac, »ist ein Geschenk, ein Anruf und eine Verheißung.« Dieses Buch möchte helfen, uns von Teresa in das kontemplative Gebet einfuhren zu lassen. Wir sind eingeladen, für die heihge Zeit von 40 Tagen in Teresas Fußspuren zu treten und Schritt für Schritt voranzugehen auf dem Weg in die Freundschaft mit Jesus.
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