Bővebb ismertető
EINLEITUNGDIESES BILDBUCH wurde zusammen mit meinem ersten Buch zur Ge/ schichte der Archäologie geplant, mit Götter, Gräber und Gelehrte". Zu meiner Überraschung zeigte sich, daß es zwar unglaubliche Mengen von Bilderwerken gab, die die Ergebnisse der Archäologie zeigten - unter dem Sammeinamen Kunstbücher" ordnet sie der Buchhändler in seine Regale -, aber kein einziges, das die Geschichte der Archäologie selbst zum Gegenstand hatte. Ein technischer Grund dafür ist einleuchtend: Die Arbeit der Archäo/ logen im freien Feld oder im Innern von Gräbern und Pyramiden gibt bildlich sehr wenig, besser gesagt immer dasselbe her - ein paar Männer mit Spaten und Spachtel, die auf einen schwer erkennbaren Gegenstand oder einige Mauerreste starren, welche, zumindest im Fundzustand, bildlich äußerst un/ attraktiv sind. Doch ist Archäologie, ganz allgemein gefaßt als Kunde vom Altertum, weit mehr als sich unterm Spaten des Ausgräbers zeigt. Indem jedem Fund die sehr viel wichtigere Deutung folgt, geschieht jene Assimilation der Vergangenheit, wie sie in solchem Ausmaß nur für unsere Kultur üblich ist und wie allein sie einem Worte von Adolf Michaelis (dem ersten, der sich um die Geschichte der Archäologie bemühte) Berechtigung verleiht - daß nämlich die Archäologie zu den Eroberungswissenschaften des 19. Jahr/ hunderts" zu rechnen sei. Sieht man hierin einen dynamischen Bogen und sucht diesen dokumentarisch zu belegen, so fällt einem im Nu eine Fülle von höchst interessanten Bildern zu, die nur in den seltensten Fällen lediglich den Mann mit Spaten" zeigen.Wie unsere Anschauung von der antiken Welt geboren wurde, sich änderte und heute noch ändert - das also ist das eigentliche Thema dieses Buches. (Eine kleine Auswahl der wesentlichen Textwerke hierzu findet der Leser in der Einleitung zum Quellenverzeichnis)Bei der Konzipierung des Buches wurde mir klar, daß die konservative Methode, schöne Bilder aneinanderzureihen, unter denen etwa steht Nr. 17. Geschnitzte Schminkpalette. Späte vordynastische Periode. Höhe 8,5 cm". für das geplante Buch unbrauchbar war. Auch den Hinweis in den üblichen Bilderwerken, der Betrachter könne am Schluß des Buches, unter der rechten Nummer, noch einige Einzelheiten erfahren, fand ich stets wenig ermutigend. Tatsächlich sind dies Bildersammlungen, die (fachmännisches Interesse ist hier ausgenommen) nur durchblättert werden, keineswegs aber recht betrachtet;