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erstes kapitel
Es ist zu Anfang des Daisios, des Monats zwischen Frühling und Sommer. Das Meer liegt still, und nur unmerklich hebt und senkt es sich. Der Himmel ist blau wie ein ganz reiner und schöner Lapislázuli. Das Schiff, an seinen Farben und an seiner Form als königliches Depeschenboot erkennbar, eine schlanke schmale Schnelltriere, die ihren Namen Toxeuma, der Pfeil, wohl mit Recht trägt, liegt am großquadrigen Quai von Alexandreia, nahe dem mächtigen Leuchtturm. Unruhig geht der Kommandant auf und ab, und wenn er bei jedem Sichwenden die Hand schirmend über die Augen legt, späht er nach der Uferstraße. Die Anker sind, ausgenommen der kleinste, schon hochgewunden, die Taue bis auf eines gelöst. Das Schiff ist, man sieht es, bereit zur Abfahrt, aber es scheint, daß noch ein Passagier fehlt, der unbedingt abgewartet werden muß. Endlich klappern, fern, näher, nah, hastige Hufe. Atemlos springt ein Reiter von seinem schaumbeflockten Schimmel, wirft die Zügel dem Diener oder Reitknecht zu, eilt über den schmalen Steg an Bord, und während das letzte Tau gekappt und der kleine Anker eingeholt wird, begrüßt er den Kapitän. Dann tritt er hastig an den Bordrand und ruft seinem Begleiter einen Befehl zu. Die Ruderer der obersten Reihe, die noch Zeit genug haben, bis die Triere aus dem Hafenbecken geschleppt sein wird, spitzen ihre Ohren. Nicht so sehr aus Neugier, denn was kann ein verspäteter Passagier schon befehlen, als daß die Pferde mit Stroh abzureiben und auf dem Rückweg recht zu schonen seien? Nein, sie tun es aus blankem Erstaunen. Denn dem stattlichen, großen und breiten jungen Mann — höchstens zwanzig mag er sein — ist der Befehl recht sonderbar aus dem vollippigen Munde gekommen. Nach einem kräftigen, soliden Baß sieht er aus, aber hör da, er spricht den reinsten Knabensopran Í
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