Bővebb ismertető
Vorurteile vergiften das Zusammenleben der Menschen, und Vorurteile haben in unserer Vorstellung das Eseltier zum dummen Esel erniedrigt. Schon ein Blick in Brehms Tierleben erklärt das psychologische Geheimnis dieser Vorstellung: Der Esel ist ein Tier des Südens, er liebt die Sonne und die Glut Nubiens, seiner Urheimat; in unseren Landstrichen diesseits der Alpen steht er, laut Brehm, mit herabgedrücktem Lebensmut anscheinend stumpfsinnig, in Wirklichkeit trübselig zusammengesunken da, und das hat ihn im Volksmund zum sprichwörtlichen Vertreter der Dummheit werden lassen, während er in Wirklichkeit ganz gewiß zum mindesten dieselben geistigen Fähigkeiten besitzt wie das Pferd, jedenfalls rucht so leicht scheut und kopflos durchgeht wie dieses Er hat oft seine Mucken . . . Solche Untugenden mögen aber allermeist wohl auf schlechte, rohe Behandlung zurückzuführen sein. Unser Büchlein möchte diesem liebenswerten Tier wieder zu seinem Recht verhelfen und es dem Leser als Gottes Lieblingstier vor Augen führen. Der christlichen Überlieferung nach war es Zeuge der Geburt Christi, wärmte mit seinem Atem das Kind in der Wiege, und am Palmsonntag trug es den Gottessohn im Triumph nach Jerusalem.