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Auf ein Wort unter uns
Liebe Mitbrüder,
dieses Vorwort soll ein Nachwort werden zu 18 Jahrgangen, die ich betreuen durfte. Mein Mitbrüder P. Rainer Rack, der seit 1/85 als Hauptschriftleiter zeichnet, wird mit dem nachsten Jahrgang auch die Verantwortung als Heraus-geber übernehmen.
Diese "Wachablösung- wurde von langer Hand vorbereitet. Sie hat nicht un-mittelbar mit dem »Pensionsalter« zu tun - von »Pension« kann ohnedies keine Rede sein, auch der Zeitpunkt ist seit Jahren überschritten. Mit der Zeit haufen sich die Unwagbarkeiten, die mit dem Altér zusammenhangen und in diesem Metier leicht zum Risiko auswachsen. Nicht nur das. So sehr man sich auch be-miiht, »am Ball" zu bleiben: mit altén, ausgetretenen Stiefeln ist nicht mehr viel zu gewinnen.
Zum Glück ist das Werk Sache unserer Ordensprovinz der Hünfelder Obla-ten, vertreten durch P. Provinzial Norbert Böhr, dem es ein Herzensanliegen ist, dafi dieser Dienst an der Verkündigung weitergeht und sich fortentwickelt. Der ihn begründet hat, P. Bernhard Willenbrink, war seit Jahren mit liebenswürdiger Zahigkeit besorgt, seinem »liebsten Kind« eine gute Zukunft zu sichern. Nun kommt sein Érbe schon in die dritte Generation.
Es ist nicht meine Absicht, den »Abgesang« zu einer Auflistung von Leistun-gen geraten zu lassen. Ich möchte vor allém meinen Dank zum Ausdruck brin-gen: den Autoren aller Jahrgange, die durch gewissenhafte, sachverstándige und treue Mitarbeit dem gemeinsamen Werk zum Erfolg verholfen haben; den Mit-gliedern des Redaktionsbeirats, die kritisch und wegweisend mitgewirkt haben; meinen Mitbrüdern P. Bernd Ferkinghoff, P. Franz Josef Stendebach und P. Rainer Rack, die als Schriftleiter mir viel Arbeit abgenommen und durch ihren Rat das Werk weitergebracht haben; dem Echter Verlag und seiner Druckerei, die in entgegenkommender und freundschaftlicher Zusammenarbeit den Banden ein Gesicht gegeben habén, das sich sehen lassen kann; nicht zuletzt den Beziehern, die in steigender Zahl eine stete Ermutigung waren, denen vor allém, die sich in Zuschriften geáufiert und durch ihre Vorschlage Einflufi genommen habén auf das Programm, die Gestalt der Beitrage und die Auswahl der Autoren. Mein Wunsch für die Zukunft: dafi dieses ganze »Orchester" unter dem neuen, tüchti-gen Dirigenten so harmonisch zusammenspielt wie bisher - Gott zur Éhre und zur Hilfe aller, die im Dienst der Verkündigung stehen.
Angeregt durch den Artikel "Eine Bilanz der liturgischen Erneuerung- (gd 23 [1984] 177-180], will ich nun einiges von dem zur Sprache bringen, was eine Kommission aus dem deutschen Sprachgebiet auf einen Fragebogen der Gottes-dienstkongregation geantwortet hat. Eine Frage, die uns angeht, lautet: »Welche konkrétén Probleme stellen sich bezüglich der Homilie?-
Eine erste Antwort der Kommission: »In nicht wenigen Gemeinden ist die MeBpredigt heute tiefer biblisch verwurzelt als früher.« - Seit die neue Leseord-