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Francisco de Goya Die Stellung Francisco Goyas in seiner Zeit láfit sich am besten in Gegensátzen ausdrücken: im absolutistischsten Staat Europas ist er der bürgerlichste Maler, im katholischsten Staat der freigeistigste Künstler, wáhrend derFranzosenzeit und der Unabhángigkeitskámpfe ist er glühender Patriot, und nach der Restauration des Königtums lebt er imExil in Frankreich. Bei aller dieser oppositionellen Haltung ist er einer Linie treu geblieben: der Maler seinesVolkes zu sein und damit der hervorragendste Vertreter spanischen Geistes, der grofie Humanist, der Verfechter ewiger Menschheitsideen. In dieser Eigenschaft erreicht er, erreicht sein Darstellungskreis eine Universalitát, wie sie bis dahin unerhört war. Was es noch gegen Ende des 18 .Jahrhunderts bedeutete, Zeitereignisse und alltágliche Begegnungen zu malen, wie sie sich bei Goya in so grofier Zahl finden, Stierkámpfe, Volksfeste, Jahrmárkte, Prozessionen und Wallfahrten, Ballonaufstiege, Dirnen- und Ráuberszenen, Irrenhaus- und Inquisitionsbilder, Darstellungen aus dem Arbeiterleben (die charakteristischerweise an den Anfang und gegen Ende seines Schaffens fallen) und demLeben derMönche, 3