Bővebb ismertető
Wenn es heutzutage auf der Iberischen Halbinsel eine Stadt gibt, die noch das Ureigenste der spanischen Art besitzt, so kann dies ohne jeden Zweifel nur Granada sein. Das Gebiet zwischen Darro und Genil, den beiden berühmten granadinischen Flüssen, und innerhalb und ausserhalb seiner rőten Mauern und seinen Blumengárten, ja, sogar das Aussehen seiner Bewohner weisen Spuren eines langen Abschnittes spanischer Geschichte auf, d. h. einer so langen Periode, dass sie schon fast die ganze spanische Geschichte ausmacht. Granadas Ursprünge gehen nach auf urgeschichtliche Zeiten zurück; nach aufeinanderfolgenden und grundlegenden Veranderungen entwickelte es sich im Laufe der Jahrhunderte Jahr um Jahr bis in die heutige Zeit, ohne auch nur ein wenig seiner Eigenart verloren zu habén. Dieser Charakter offenbart sich nicht nur in den natürlichen Gaben oder in seiner Vergangenheit, trotz der Bedeutung dieser beiden Faktorén, und ebensowenig kann man ihn ausschliesslich auf die verschiedenen und zahlreichen Kultwren zurückführen, deren Spuren man in seinen Monumenten, Museen und Strassen beobachten kann, sondern er besteht auch in der Lebensart der Einwohner der Stadt. Dieses alles existiert zweifelsohne, und zwar in grossem Umfange. Aber da gibt es noch etwas, das immer da war und auch weiterhin den granadinischen Menschen im Laufe der Geschichte inspiriert; etwas, das den Nachforschungen der Archaologen und Kunsthistoriker entgeht und in einer Reihe von ureigenen und unwandelbaren Charaktermerkmalen besteht: sein ewiger Geist, der von den Einflüssen der Invasionen unabhangig blieb, obwohl er sich logischerweise in seinen ausseren Ausdrucksformen wandelte. Eine Tatsache ist, dass die ersten iberischen Siedler des Ortes, auf dem sich heute Granada ausbreitet, eher Granadiner als Turdulen waren, und dass die Römer, Westgoten, Mauren