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Die Griechenlandfahrt ist nicht eine Reise in. ein fremdes Land. Für den Europäer zumindest ist sie eine Heimfahrt - eine Heimfährt zu seinem Ursprung, dorthin, wo der europäische Mensch geboren wurde, wo sein Herz zu schlagen und sein Kopf zu fragen begann. Was wir ahnen vor den Abbildungen eines strengen dorischen Tempels, vor der Anmut der ionischen Säule, vor der vitalen Lust und der wuchernden Fülle des korinthischen Kapitells, vor dem unergründlichen Wagenlenker und der Akropolis - die persönliche Begegnung macht diese Ahnung zur Gewißheit: hier in Griechenland sind wir zu Haus. So ist Hellas sehen ein Wiedersehen.
Wer seine Griechenlandfahrt zu einer bloßen Reise in die Vergangenheit macht, der freilich erfährt keine Heimkehr. Nicht wenige kommen ins Land, beladen mit Bildungswissen, von einer Säule zur anderen hastend, von Grab zu Grab. Ihre Scheuklappen nehmen ihnen den Blick auf die zeitlose Gegenwärtigkeit des Hellenentums, und so kehren sie denn heim mit dem enttäuschenden Fazit, daß dies heutige Griechenland der humanistischen Schulkonvention doch so gut wie alles schuldig bleibe und Hellas ein für alle Male vergangen sei.
Gewiß ist Griechenland ein riesiges Freilichtmuseum. Wo immer man seinen Boden mit dem Spaten ankratzt, findet sich das Gebein der Geschichte; kaum ein Monat, kaum eine Woche, ohne daß die Archäologen große Zeugen der Antike seiner Erde entreißen. Die historischen Sedimente von fünf
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