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VORWORT.
as vorlieg-ende Werk beabsichtigt von Griechenland im engeren Sinne, d. h. von allen Gebieten und Inseln, welche zum hellenischen Königreiche gehören, ein möglichst anschauliches, kulturgeographisches Gemälde zu entrollen. Das Ueber-vviegen des Genres der sogenannten „historischen Landschaft" hat sich aus zweifachen Gründen als nothwendig erwiesen: erstlich, weil das Werk seinem ganzen literarischen Inhalte nach und des angestrebten Zwekes halber streng archäologische oder historische Abhandlungen nicht enthalten sollte; zweitens — und dies als entscheidendes Motiv — um die Landschaften, durch welche unsere „ideale Reise" geht, zu beleben, den Zusammenhang der Erscheinungen zwischen Ereigniss und Schauplatz herzustellen und die Lücke zwischen Vorstellung und Wirklichkeit zu überbrücken.
Die Schwierigkeiten, welche sich Jedem entgegenstellen, der zu dem vielbehandelten Thema „Griechenland" einen neuen Beitrag liefern will, veranlassten den Verfasser, sich für jene Art des Vortrages zu entscheiden, und jenen literarischen Apparat in Wirksamkeit treten zu lassen, den die Fachliteratur von vornherein ausschliesst. Dadurch war es dem Verfasser mögHch, wenigstens in allen jenen Mittheilungen, welche der Anschaulichkeit dienen und auf die Phantasie des Lesers wirken sollten, originell zu sein. Dem gebildeten Leser, welcher seinen Brunn, Curtius, Reber, J. Braun, Bursian, Conze, Michaelis etc. im Kopfe hat, wird das vorhegende Werk ein, willkommenes Supplement in literarisch-ästhetischer Beziehung sein. Die Zuhülfenahme von Karten und Plänen — als Hilfsmittel der Anschaulichkeit — legen wir jedem* Leser dringend ans Herz.
Wien, im Seplembcr 1SS2.
Der Verfasser.