Bővebb ismertető
Die Bronze hat im klassischen Altertum für die verschiedensten Zwecke Verwendung in einem größeren Umfang gefunden, als jemals vorher oder nachher. Statuetten und Geräte als Weihgeschenke, Sieger- und Ehrenstatuen, Götterbilder bis zu solchen kolossalen Maßstabes, ferner aber auch Waffen und Sportgeräte, Toilettengegenstände, Handwerkszeuge, Möbel und Möbelteile, Beleuchtungskörper, Gefäße und Eßgerät, Gewichte, Urkunden, die mannigfachsten Gegenstände aus Erz sind uns teils in Originalen erhalten, teils durch Schriftsteller des Altertums überliefert. Die unübersehbaren Kunstformen, zu denen die ursprünglich goldgelbe, erst durch das Liegen in der Erde so verschiedenartig patinierte Legierung verarbeitet wurde, spiegeln ein großes Stück antiker Kulturgeschichte wider. Dabei stand das Handwerk, vor allem das der Hellenen, auf erstaunlich hoher Stufe der Erfindung wie des technischen Könnens. Da nun Griechen vielfach die Typen der Statuen, Statuetten und Geräte geschaffen haben, die durch Etrusker und Römer dann weitergebildet wurden, so rechtfertigt es sich, daß die vorliegende kurze Erläuterung ausgewählt schöner Bronzen des Berliner Antiquariums sich auf griechische Kunstwerke beschränkt.
Die Hellenen haben, als sie in den Süden der Balkanhalbinsel eindrangen, dort bereits eine entwickelte Bronzekunst vorgefunden. Ursprünglich auf Geräte beschränkt, war das Erz schon früh auch zu figürlichen Darstellungen benutzt worden. In besonders großen Mengen haben aber erst die Griechen zu Beginn des ersten Jahrtausends v, Chr. Statuetten und Statuettengruppen gegossen, um sie einer Gottheit als Geschenk darzubringen; vor allem die