Bővebb ismertető
Die Welt der BibelDie Gestalten der Bibel gehören zu den bestbelcannten Charalcteren aller Zeiten. Die Ereignisse, in die sie verwoben waren, wurden von Gelehrten jahrhundertelang erforscht. Die Menschen selbst wurden von den größten Künstlern der Welt gemalt, und jede Generation hat ihre eigene Vorstellung davon entwicliek, wie sie ausgesehen haben mögen. Bis zum letzten Jahrhundert waren Archäologie und Anthropologie fast unbeltannt. Ein Künstler war frei, seine Vorstei-lungsiiraft zu gebrauchen, um die Charalitere in jede gewünschte Zeit hineinzustellen, wobei er sie oft in eine idealisierte Landschaft versetzte.Heute sind wir mit der Realität des Lebens in der Vergangenheit besser vertraut. Wir versuchen herauszufinden, wie Menschen gelebt haben, was sie aßen, wie sie sich kleideten, was mit ihnen geschah, wenn sie krank und alt wurden, wie ihr Leben beeinflußt wurde von allen möghchen Dingen, angefangen beim Klima bis hin zu politischen Aufständen und Kriegen. Vielleicht fragen wir uns auch, wie sie wohl ausgesehen haben. Zur Befriedigung einer sehr menschlichen Neugierde wurde dieses Buch entworfen. Die 100 Porträts darin sind natürhch keine Porträts im eigentlichen Sinn, denn niemand kann wirklich genau wissen, wie diese Gestalten ausgesehen haben. Aber die Merkmale ihrer Rasse und ihres körperlichen Aussehens, die Stile, Macharten und Farben ihrer Kleider basieren auf modernsten archäologischen und anthropologischen Untersuchungen. ZusätzUch haben die Künstler die sehr unterschiedlichen Bedingungen in Betracht gezogen, unter denen die Menschen lebten, Bedingungen, die ihr Aussehen, ihre Ansichten und ihre Ausdrucksformen beeinflußt haben. Zwischen den Porträts steht die Geschichte der Ereignisse, die ihr Leben bestimmt haben. Ob sie Könige oder von Gott berufene Propheten waren, berühmte Heerführer oder ganz gewöhnliche Menschen, die in große Ereignisse verwickelt waren - diese Charaktere werden in der Bibel als wirkliche Menschen gesehen, Menschen mit den Ängsten, Vorsätzen und Problemen, die uns alle verbinden.Der BefundDie Zeitspanne des Alten und Neuen Testaments reicht von ca. 2000 V. Chr. bis 100 n. Chr. Der Ort der Handlung erstreckt sich vom fruchtbaren Halbmond Mesopotamiens (dem heutigen Irak) bis nach Ägypten und zu den arabischen Staaten am Roten Meer. Mitten darin liegt das biblische Land Kanaan, das Verheißene Land das zum Mittelpunkt des Reiches von David und Salomo und zur Heimat Jesu von Nazarets wurde. Während der 2000 Jahre von der Zeit Abrahams bis zur Geburt Jesu sah das Heilige Land Kriege und Eroberungen, als Könige und Feldherren um die Vorherrschaft kämpften und die großen Reiche von Ägypten, Syrien, Assyrien, Babylon und Rom aufblühten und niedergingen. Wie lebten die Menschen in diesen Zeiten? Woher können wir unser Wissen beziehen?Die ersten menschUchen Zeugnisse waren offizielle Dokumente, die aus Inschriften an Denkmälern und Gebäuden bestehen, eingraviert in Wachs- und Tontafeln oder später auf Schriftrollen geschrieben. Einzelne Dokumente hielten historische Ereignisse fest, Handels- und Rechtsgeschäfte, religiöse Angelegenheiten oder literarische Werke. Skulpturen, Reliefs, Gemälde oder Figuren geben bildhaftes Zeugnis davon. Einige Dokumente haben zufällig überlebt, andere waren für die Nachwelt bestimmt, aber mehr für die unmittelbaren Nachfahren als für ein Publikum, das bis zu 4000 Jahre später lebt. Sie wurden bestimmt nicht mit dem Blick auf uns verfaßt. Dennoch arbeiten Archäologen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts im Nahen Osten, indem sie die Vorstellungskraft und Inspiration früherer Gelehrter mit den wissenschaftHchen Methoden von heute kombinieren. So ist es möghch, aus vielen Fakten ein Bild über das Leben und Aussehen der Menschen des Alten Testaments zu entwerfen.Als erste wichtige Quelle gilt das Archiv von Mari, das uns Palastzeugnisse aus dem 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. liefert. Mari liegt am oberen Eufrat im modernen Syrien. Seine Archive stammen aus einer Zeit, in der nach Meinung der Forscher die Patriarchen lebten. Diese Quellen bieten umfangreiche Informationen nicht nur über das Leben am Hof und in der Stadt von Mari, sondern auch über Beduinen der angrenzenden Wüste. Könnten Menschen wie Abraham so gelebt haben?Eine ebenso wertvolle Informationsquelle sind die Amarna-Briefe aus Teli-el-Amarna in Ägypten. Sie sind Zeugnisse aus dem Außenministerium der ägyptischen Pharaonen des 14. Jahrhunderts v. Chr. (von denen Tutanchamun der berühmteste ist) und enthalten Informationen über Kanaan, bevor die Israeliten dort einwanderten. Ägyptische Wandzeichnungen, wie die in Beni Hasan, stellen besuchende fremde Händler und Schlachten dar; sie geben Zeugnis von ihrem allgemeinen Aussehen und den Methoden der Kriegführung.Das Assyrische Reich entfaltete seine Herrschaft über den Nahen Osten vom 9. bis 7. Jahrhundert v. Chr. In Denkmäler eingehauene Reliefs stellen ihre Feldzüge nach Syrien und Palästina dar. Die Szenen zeigen Belagerungen, Plünderungen, besiegte Völker, die in Gefangenschaft geführt werden oder Tribut darbringen - alle dargestellt in sorgfäkigen Details ihrer Kleidung, Bewaffnung und Ausrüstung. Diese Kriege werden auch in Königsinschriften des späten 8. Jahrhunderts, besonders der Könige Sargon und Sanherib, beschrieben. Ein aus schwarzem Stein gehauener Obelisk beschreibt