Bővebb ismertető
VORWORT
Afrika ist in vieler Hinsicht einer der aufregendsten Erdteile der Welt. Es ist, wie sich bei Entdeckungen im 20. Jahrhundert herausgestellt hat, wahrsciieinlich die Wiege der Menschheit. In verschiedenen Teilen Afrikas hat man die bis heute ältesten bekannten Reste der Vorfahren des heutigen Menschen gefunden (Homo Sapiens). Afrika hat eine reiche Vergangenheit. Dank der mutigen Entdeckungsreisenden, die sich vom 18. Jahrhundert an in das Landesinnere vorwagten, weiß man heute viel über die alten Königreiche, Völker und Kulturen. Afrika hat eine bewegte Geschichte; Vom 15. bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden -besonders durch westliche Sklavenhändler -Millionen Schwarzafrikaner als Sklaven nach Amerika geschafft.
Europäer interessieren sich jedoch nicht nur für das 'Schwarze Elfenbein', wie die Sklavenhändler ihre 'Handelsware' nannten, sondern auch für die reichen Bodenschätze, wie z.B. Gold und Diamanten. Nachdem der Eroberungsdrang der verschiedenen europäischen Mächte zur Besetzung großer Teile Afrikas und zu Konflikten untereinander geführt hatte, wurde Afrika schließlich auf der Kongo-Konferenz in Berlin (1884-1885) 'verteilt'. Die Kolonialzeit, die für viele Länder 80 Jahre andauern sollte, hat in der heutigen afrikanischen Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen. Beispielsweise wurden Grenzen festgelegt, ohne daß man die traditionellen Wohngebiete der Völker dabei berücksichtigte. Diese Grenzen wurden auch nach der
Unabhängigkeit der Kolonien nicht aufgehoben, und die Gegensätze zwischen den verschiedenen Völkern haben in vielen Ländern oft zu Konflikten und Bürgerkriegen geführt. Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden einige afrikanische Staaten unabhängig, danach entstanden in vielen anderen Ländern Bewegungen, die ebenfalls nach Unabhängigkeit strebten. In einigen Ländern wurde diese sozusagen geräuschlos erreicht, aber in den anderen Kolonien mußte ein Guerillakrieg gegen die Kolonialmacht geführt werden, um die Unabhängigkeit zu erzwingen. Nur wenige der jungen afrikanischen Staaten waren ausreichend auf ihre Unabhängigkeit vorbereitet, was zur Folge hatte, daß viele von ihnen noch heute mit großen politischen und wirtschaftlichen Problemen kämpfen. Obwohl Afrika reich an Bodenschätzen ist, sind viele Länder für deren Ausbeutung noch auf die Hilfe Dritter angewiesen. Daneben hat sich die Industrie nicht ausreichend entwickelt, und die traditionellen Erwerbszweige - Landwirtschaft und Viehzucht - werden immer weniger betrieben. Dies hat dazu geführt, daß die meisten Länder nicht mehr in der Lage sind, ihre schnell wachsende Bevölkerung ausreichend zu ernähren. Dieser Teil des Großen Atlas Aller Länder beschäftigt sich mit vielen Facetten der nord- und nordostafrikanischen Länder: der Geographie, der Geschichte, der Gesellschaft, dem Staat und der Wirtschaft.