Bővebb ismertető
0 VorwortVon meiner ursprünglichen Absicht, den Wissensstand der Soziolinguistik umfassend für alle Bereiche aufzuarbeiten und darzustellen (wie in Dittmar 1973), habe ich über die jahrelange Dokumentation methodischer, empirischer und theoretischer Forschungsarbeiten, die eine Reihe von Ordnern und Schubfächern füllen, schließlich nur noch das bescheidene Anliegen gerettet, die wissenschaftsgeschichtlichen, sprachsoziologischen und varietätenlinguistischen Grundlagen der Disziplin darzustellen. Nur zögernd habe ich mich darüber hinaus dem heiklen Thema der soziolinguistischen Regeln gewidmet; es zeigt sich, daß die Forschung dieses Gebiet weitgehend vernachlässigt hat.Die Grundlagen der Soziolinguistik" sollen denen als Einführung und Orientierung dienen, die die gesellschaftlichen Anlässe soziolinguistischen Forschens kennenlernen und sich die Grundbegriffe soziolinguistischer Methodik und Theorie erschließen möchten. Die Darstellung der Wirkungsgeschichte der Soziolinguistik in Form von Forschungsparadigmen soll einen lebendigen Zusammenhang zwischen Konzepten und ihrer Umsetzung in Forschungsprojekte schaffen. Die bereits im zweiten Kapitel benutzten Begriffe werden gelegentlich durch Exkurse näher erläutert. Im Zusammenhang mit der jeweiligen Entstehungsgeschichte von Paradigmen stehen Fragen der soziologischen Theoriebildung, des Zusammenhangs von Sprache und sozialer Ungleichheit, des Zusammenhangs von Sprache und Denken (These von der sprachlichen Relativität) sowie der Beschreibungstechniken und Erklärungsansätze, Aufbauend auf den Forschungsparadigmen der Soziolinguistik in den letzten 40 Jahren werden in den Kapiteln 3 und 4 die sprachsoziologischen und varietätenlinguistischen Grundlagen geliefert. Dabei widmet sich der Makrobereich der Soziolinguistik (oft Sprachsoziologie genannt) den Parametern, die Status und Funktionen von Sprachen und Varietäten erklären sollen.Der komplementäre Versuch, Varietäten auf mikro-soziolinguistischer Grundlage zu bestimmen, findet sich in Kapitel 4 unter dem Stichwort 'Varietätenlinguistik', Hier geht es darum, die Funktionen von Varietäten in einem Varietätenraum genauer zu bestimmen und mit sprachlichen Merkmalen in Beziehung zu setzen. Ausgewählte soziolinguistische Eigenschaften können für jede Varietät als typisch gelten. Dabei^läßt sich das Profil einer spezifischen Varietät in Abgrenzung von anderen Varietäten auf dem lexikalischen, phonologischen, morphologischen, syntaktischen und semantischen Niveau zur Zeit nicht sehr genau erfassen. Manche Varietäten wie Dialekte z.B. weisen vor allem Unterschiede im Bereich der