Bővebb ismertető
Der vierzigste Jahrestag der Bundesrepublik Deutschland ist ein besonderer Anlaß, über die Grundlagen unserer Demokratie nachzudenken. Der mit dem Jahr 1949 verbundene Neubeginn demokratischen Lebens auf deutschem Boden ist untrennbar verbunden mit dem Grundgesetz, das der politischen Verfaßtheit der Bundesrepublik Deutschland neue Wege weist, aber auch an eine längere demokratische Verfassungstradition anknüpft. Seine Wurzeln reichen vom Revolutionsjahr 1848 über die Reichsverfassung der Paulskirche bis zur Weimarer Republik.Die verheerenden Folgen des Zweiten Weltkrieges haben nicht nur Europa geteilt, sondern auf deutschem Boden auch zwei Staaten mit entgegengesetzten Systemen entstehen lassen. Um die Spaltung zwischen Ost- und Westdeutschland nicht noch zu vertiefen, verzichteten die Väter des Grundgesetzes auf den Begriff Verfassung und verstanden das Grundgesetz als Provisorium oder Transito-rium, das zwar den normativen Rahmen für eine offene Demokratie abgeben, aber auch mit dem Wiedervereinigungsgebot die Teilung Deutschlands nicht festschreiben wollte. Es legte im Schlußartikel 146 sogar fest: Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.Die Erfahrung aus der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur vor Augen, hat der Parlamentarische Rat die wichtigsten Menschenrechte zu unveräußerlichen Grundrechten der Bürger erklärt. Auch gab er klare normative Vorgaben für die Rechts- und Sozialstaatlichkeit, für das föderative System der Bundesrepublik Deutschland und für die Funktion der politischen Parteien als wichtigen Trägern politischer Willensbildung.Für andere politische Bereiche bietet das Grundgesetz offene Rahmenbedingungen zur selbstgestalterischen Entwicklung. So sind zum Beispiel das Wirken der Verbände, die Massenmedien und das System der Sozialen Marktwirtschaft heute ebenfalls wesentliche Kennzeichen unserer Demokratie, aber eher Ausdruck gewachsener politischer Praxis und Entscheidung als Ergebnis normativer Vorgaben.Der vorliegende Band stellt nicht nur eine systematische Darstellung der wichtigsten Grundlagen unserer Demokratie dar, sondern versucht auch, Wege für die didaktische Umsetzung im politischen Lernprozeß aufzuzeigen. Der Materialteil macht unter anderem deutlich, daß Demokratie immer Gefährdungen ausgesetzt ist und daß sie nur Bestand hat durch das bewußte Engagement möglichst vieler Bürger. Aus diesem Grunde ist es notwendig, daß gerade jungen Menschen die7