Bővebb ismertető
Vorwort Die angehenden Lehrerinnen'', so heiBt es in dem preuBischen MinisterialerlaB vom 12. Dezember 1908, sollen das Kind verstehen und auch die Hemmungen kennen und richtig behandeln lemen, die bei nicht normalen Kindern dem Erzieher entgegentreten. Sie sollen befáhigt werden, die Ereignisse in Schule und Leben nach psychologischen (und ethischen) Gesichtspunkten zu beurteilen . . . Die psychologischen Unterweisungen müssen stets von der Beobachtung und Erfahrung ausgehen und dabei an die vorhandenen und zu erweiternden Kenntnisse des Kindeslebens anknüpfen. Aus der Physiologie kommen nur die unentbehrlichsten Erscheinungen und Tatsachen in Frage . . . Auch können zur Vertiefung und Bereicherung des Beobachtungsmaterials andere Unterrichtsfácher (Religion, Literatur, Geschichte, Naturwissenschaften u. a.) in weitem MaBe herangezogen werden. Die Selbsttátigkeit der Schülerinnen soll auf jede Weise angeregt, die Lust zum selbstándigen Beobachten möglichst geweckt und gefördert werden. Der freie Vortrag über áuBere und innere Erlebnisse, über Gehörtes, Gelesenes, sowie das Anlegen von Beobachtungsbüchern sind hierfür bewáhrte Hilfsmittel. Die Neigung zu nur passivem Aufnehmen der Ergebnisse ist zu bekámpfen; ebenso aber auch vorschnelles und unbesonnenes Urteilen und leeres Wortemachen." Die Hauptaufgabe des grundlegenden Unterrichts in der Psychologie besteht in ,,planmáBiger Anleitung zum Beobachten der Entwicklung des Kindeslebens". Die Anleitung verwendet die von den Schülerinnen gemachten Erfahrungen, Selbstbeobachtung, Erinnerung und Lektüre (Biographie, dichterische und wissenschaftliche Darstellungen aus dem Kindesleben)." Wie weit es dem ernstlichen Bemühen des Verfassers gelungen ist, ein Hilfsmittel im Sinne des Erlasses zu bieten, muB die eingehende Prüfung des Buches und mehr noch die Erfahrung zeigen. Vielleicht wird von mancher Seite beanstandet werden, daB das Buch bereits ziemlich tief in die Psychologie hineinführt, tiefer vielleicht, als es die amtlichen Bestimmungen auf den ersten Blick zu verlangen scheinen. Dem gegenüber müBte der Verfasser folgendes