Bővebb ismertető
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Vorwort
Man kann heute nicht umhin, die Fotografie nach der Art ihrer Anwendung in zwei voneinander ganz verschiedene Hauptgruppen einzuteilen. Es sind das die dokumentarische und die bildmäßige Fotografie. Zur ersten Gruppe gehört nicht nur die Bildberichterstattung, die Fotografie im Dienste von Technik, Wissenschaft und Medizin (einschließlich Röntgen), sondern auch das unermessliche Heer der Knipser, denen es um die Schaffung rein persönlicher Erinnerungswerte geht. Die zweite Gruppe umfaßt all jene Fotografen, denen es nicht um die Schaffung von reinen Dokumenten geht, die vielmehr bestrebt sind, Bilder von allgemeinem Interesse zu schaffen; Bilder, die auf den Betrachter einen Einfluß ausüben. Es wäre anmaßend und ungerecht, wollten sich die Angehörigen der beiden Gruppen belächeln. Da die Aufgabenstellung beider Gruppen grundverschieden ist, muß natürlich auch die Arbeit diesen Unterschied zeigen. Während die erste Gruppe an die Probleme der Bildgestaltung überhaupt nicht denkt und auch nicht zu denken braucht, ist eine solche Gestaltung für die zweite Gruppe unerläßlich. Nur für sie ist dieses Buch geschrieben.
über Bildgestaltung ist zwar schon viel geschrieben worden, ohne daß jedoch bisher eine übersichtliche Zusammenfassung der bildbestimmenden Faktoren greifbar war. Gerade das ist es aber, was dem Nachwuchs fehlt (und zuweilen nicht nur diesem). Diese Lücke auszufüllen, soll die Aufgabe vorliegenden Handbuches sein. Es ist also nicht beabsichtigt, etwas grundlegend Neues zu bringen, sondern es handelt sich vielmehr darum, das vorhandene Bekannte zusammenzufassen, anschaulich darzustellen und vor allem an Hand von Bildbeispielen zu erläutern. Wenn es dem Suchenden gelingt, sein fotografisches Niveau durch meine Darlegungen etwas zu heben, dann hat dieses Buch seine Aufgabe erfüllt.
Der Verfasser