Bővebb ismertető
Vorbericht Die vierte Auflage des „Grundrisses" unterschied sich von der dritten nicht unwesentlich durch mehrere Umstánde. Im Gegensatz zu meinen anderen Büchern hat man dem GrundriB von jeher den Vorwurf gemacht, er sei zu „schwer". Noch in der letzten Auflage erklárte ich, diesem Fehler nicht abhelfen zu können; doch hatte ich seitdem jenen berechtigten Tadel nicht aus dem Auge verloren und für die vorige Ausgabe hatte ich meine Arbeit in erster Linie darauf gerichtet, dieses Buch meinen anderen in der erwáhnten Beziehung áhnlicher zu machen. Die áuJ3eren Hilfsmittel, welche hierzu verwendet worden sind, wie die Einteilung in kürzere Abschnitte unter Voransetzung von Stichworten, ferner die Hervorhebung wichtigerer Gedanken im Text durch Sperrdruck, werden auch dem flüchtigen Leser ins Auge fallen. Aber auch den Wortlaut des Textes habe ich sorgfáltig auf das gleiche Ziel hin durchgesehen, und ich hoffe auch in dieser Beziehung dem Buche einen wesentlich zugánglicheren Charakter gegeben zu habén. Sachlich habe ich, der Entwicklung der Wissenschaft gemáB, nicht nur in der Anordnung des Ganzén und in der Entwicklung der chemischen Grundbegriffe wesentliche Ánderungen gegen die vorige Ausgabe eintreten lassen, sondern auch einige neue Kapitel zugefügt, welche einerseits die Gasionen und radioaktiven Erscheinungen, anderseits die Kolloidé betreffen. Der Name Mikrochemie, welchen ich für dieses letztere Kapitel gewáhlt habe, findet sich in diesem selbst gerechtfertigt; gleichzeitig wird man sich überzeugen, mit welcher Natürlichkeit sich dieses Gebiet, dessen Erscheinungen durch die Oberfláchenenergie in erster Linie bedingt sind, den altén Gebieten der Thermochemie, Elektrochemie, Photochemie usw. anreiht. Die Durcharbeitung dieser neuen Gebiete für den Zweck, das Grundsátzliche derselben kurz für den „GrundriB" zusammenzufassen, hat auch nicht verfehlt, auf meine eigene wissenschaftliche Entwicklung einen tiefgehenden Einfluű auszuüben. Ich habe mich überzeugt, daB wir seit kurzer Zeit in den Besitz der experi mentellen Nachweise für die diskrete oder körnige Natúr der Stoffe gelangt sind, welche die Atomhypothese seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden vergeblich gesucht hatte. Die Isolierung und Záhlung der Gasionen einerseits, welche die langen und ausgezeichneten Arbeiten von J. J. Thomson mit vollem Erfolge gekrönt habén, und die Übereinstimmung der Brownschen Bewegungen mit den Forderungen der kinetischen Hypothese anderseits.