Bővebb ismertető
Vorwort.
Der seit der Bearbeitung der elften Auflage dieses Buches wachsende Aufschwung philosophischer Studien hat im Verein mit einer Neubesinnung auf die nie verlöschende Bedeutung der Antike auch für die alte Philosophiegeschichte reiche Frucht gezeitigt. Kaum einem Philosophen ist in der Literatur der letzten Jahre größere Beachtung zuteil geworden als Piaton. Nicht wenige der ihm zugewandten Arbeiten gelten zwar ohne positive wissenschaftliche Förderung nur der Modelung und Verbreitung alter Erkenntnis, haben aber auch in dieser Beschränkung zu einem guten Teile ihr Verdienst um die Weckung des Interesses für den Denker und seinen Wert auch in der Gegenwart. Ihnen gegenüber stehen Erzeugnisse langjähriger fachmännischer Forschung, wie das großgesehene Piatonbild, das Wilamowitz entwarf, und die eindringende Darstellimg der Hauptlehren innerhalb der mittleren und Endperiode in Ritters zweitem Piatonbande. In den Mittelpunkt griechischer Philosophiegeschichte, zu Aristoteles hinüberleitend, führten Stenzeis Untersuchungen über Piatons Spätlehre, und Aristoteles' eigene Entwicklung, sein Herauswachsen aus der platonischen Schule und seine Stellung im Gesamtverlaufe antiken Denkens ist durch Jaegers grundlegendes Werk erstmals erschlossen worden. Zu diesen weittragenden Leistungen im Zentrum gesellen sich Arbeiten in allen nahe und fern nach den Grenzen zu liegenden Bereichen. Überall, von der frühen Vorsokratik bis zum späten Neuplatonismus herrschte mehr oder minder reges Leben, das neben der Lösung von Einzelproblemen die Erkenntnis der großen Zusammenhänge sowohl innerhalb der griechischen Philosophiegeschichte selbst, als auch zwischen ihr und den Nachbargebieten, wie der Religionsgeschichte, der Kulturgeschichte des Orients und der früheren Entwicklungsgeschichte des Christentums gefördert hat. Dazu kam die Festigung der Forschungsgrundlagen, die fortschreitende Entzifferung von Papyrustexten — es sei hier nur an Phi-lippsons und Jensens scharfsinnige Herstellungen zu Philodem erinnert — und die verbesserte kritische Bearbeitung, z. T. auch Kommentiening, der durch mittelalterliche Handschriften erhaltenen Schriftsteller.
Damit erwuchs auch nach der völligen Umarbeitung dieses Bandes in der vorangehenden Auflage das Bedürfnis nach mannigfachen erneuten Änderungen und Erweiterungen. Das Bemühen, die Neuergebnisse fremder und eigener Forschung dem Buche in weitestem Maße zugute kommen zu lassen, begegnete aber einer Schwierigkeit. In Berücksichtigung unserer