Bővebb ismertető
Vorwort
zur sechzehnten Auflage
Die in den meist sehr freundlichen Kritiken erhobenen Einwände habe ich sorgfältig erwogen und vielfach berücksichtigt. Da sich der Druck begreiflicherweise lange hingezogen hat, konnten einige neueste Entdeckungen nur in Andeutungen erwähnt werden. Neu hinzugekommen ist das Kapitel über das griechische Kunstgewerbe und die Literaturverzeichnisse, in denen nur das gegeben wird, was mir besonders wichtig erschien und meist leicht erreichbar ist. Für die Anfänge der Kunst habe ich mich der Hilfe von Dr. W. Petzsch erfreuen können. Die Kunst der Hethiter ist wesentlich ausführlicher behandelt als in der vorigen Auflage. Die Zahl der Abbildungen ist dank der Bereitwilligkeit des Verlags beträchtlich vermehrt und zahlreiche unzulängliche Bilder sind durch bessere ersetzt worden. Im übrigen habe ich versucht, das Buch lesbar zu erhalten, mich einer einfachen Ausdrucksweise zu bedienen und gesuchte Wendungen, die den nicht fachmännisch gebildeten Leser eher verwirren als aufklären, nach Möglichkeit zu vermeiden.
Greifswald, im Juli 1924.
Erich Pernice
Vorwort zur vierzehnten Auflage
Die neue Auflage des zweiten Bandes tritt in einer gegen die beiden vorigen durchgreifend veränderten und, wie ich hoffe, verbesserten Gestalt hervor. Entsprechend den vielen neuen Ergebnissen der Forschung auf dem Gebiete der frühmittelalterlichen Kunst ist namentlich das erste Kapitel nach Anlage imd Inhalt zum Teil völlig umgestaltet worden. Durch knappere Fassung mancher Partien suchte ich für die Zusätze Raum zu schaffen, trotzdem ist der Umfang des Bandes beträchtlich gewachsen; auch die Zahl der Abbildungen konnte von 452 (mit 5 Tafeln) auf 520 (mit 10 farbigen Tafeln) vermehrt werden.
Greifswald, im Oktober 1909
Max Semrau
Vorwort zur fünfzehnten Auflage
Die 15. Auflage dieses zweiten Bandes konnte sich nicht mit einer Neubearbeitung und Ergänzung des Textes begnügen. Der tiefgreifende Wandel der Anschauungen und die Fülle der neuen Ergebnisse auf dem Gebiete gerade der mittelalterlichen Kunstgeschichte machten vielmehr eine völlig neue Einteilung und Fassung des Inhalts notwendig, und so mußte der Band durchweg neu geschrieben werden. Daher hat sich der Abschluß der Arbeit länger hingezogen, als dem Verfasser, dem Verleger und, wie sich aus manchen ungeduldigen Anfragen ergab, auch den Lesern erwünscht war. Hofientlich entspricht das Ergebnis nun wenigstens allen gerechten Anforderungen. — Trotz eifrigen Strebens nach knappster Fassung ist der Umfang des Textes von 471 auf 618 Seiten gestiegen; die Zahl der Abbildungen wurde von 520 mit 10 Tafeln auf 695 mit 13 Tafeln vermehrt.
Greifswald, im Juni 1923
Max Semrau
Vorwort
Die Neugestaltung der beiden ersten Bände des ,Grundrisses' konnte sich wenigstens in der allgemeinen Gliederung des Stoffes noch an das ursprüngliche Werk Lübkes anlehnen; bei dem vorliegenden dritten Bande war auch in dieser Hinsicht ein freieres Verfahren geboten, u. a. schon aus dem Grunde, weil der Barockstil, den die früheren Ausgaben in die Darstellung der Renaissancearchitektur mit einbezogen hatten, bei der jetzt angenommenen Einteilung für den abschließenden vierten Band aufzusparen blieb. Aber auch sonst drängte die Überfülle des Stoffes gerade für den hier behandelten wichtigen Zeitraum stetig über die enggezogenen früheren Grenzen hinaus, so daß diese vielfach anders abgesteckt werden mußten. Es war mein eifrigstes Bestreben, der Darstellung den Vorzug der knappen Übersichtlichkeit zu wahren; trotzdem ist der Band fast auf den doppelten Umfang der entsprechenden Teile der 11. Auflage angewachsen. Daß die Hauptmeister der italienischen wie der deutschen Renaissance dabei ausführlicher behandelt sind, wird hoffentlich gerechtfertigt erscheinen.
Bezüglich der Literaturnachweise darf wohl bemerkt werden, daß sie auf Vollständigkeit selbstverständlich keinen Anspruch machen, sondern nur dem eindringlichere Belehrung Suchenden einen Fingerzeig geben wollen. Überhaupt als ein Buch zum Lesen und Lernen, aber nicht als Bilderbuch und noch weniger als Sammlung aphoristischer Essais möchte der neue ,Lübke' aufgenommen werden.
Die 13. Auflage folgt der zwölften so rasch nach, daß wesentliche Änderungen nicht geboten erschienen. Doch sind Text und Anmerkungen sorgfältig durchgesehen und, wo es nötig war, verbessert resp. ergänzt worden.
Die 14. Auflage unterscheidet sich von den vorhergehenden wiederum durch beträchtliche Umgestaltungen, Zusätze und Verbesserungen. Völlig neu geschrieben ist der Abschnitt über italienische Malerei des 15. Jahrhunderts (S. 154 bis 246), den zur zwölften Auflage mein Schüler und Freund Herr Dr. C. Buchwald in Breslau beigesteuert hatte. Die Zahl der Abbildungen ist von 488 auf 549, die der Kunstbeilagen von 8 auf 20 gewachsen.
Greifswald, im Dezember 1911
Max Semrau
Vorwort zur zwölften Auflage
Für den größten Teil des vorliegenden vierten Bandes muß ich nach Inhalt und Form die alleinige Verantwortung übernehmen, da die wenigen Seiten, welche Lübke dem 17. und 18. Jahrhundert gewidmet hatte, kaum in Betracht kommen konnten . . .
Ich selbst möchte meinen Anteil an der Neugestaltung des »Lübke« nicht beschließen, ohne des stets bereiten Entgegenkommens der Verlagshandlung namentlich bei der Beschaifung eines reichhaltigen Anschauungsmaterials rühmend zu gedenken.
Zur vierzehnten Auflage
Nach dem Tode von Professor Henry Hymans (1837—1912), der auf Wunsch der Verlagshandlung zur zvi^ölften Auflage den Abschnitt über niederländische Malerei (damals S. 217—314) beigesteuert hatte, erschien es geboten, dieses Kapitel neu abzufassen. Es ist nicht bloß an Umfang (S. 223—833) gewachsen, sondern fügt sich vor allem, wie ich hoffe, nach Ton und Darstellungsart dem Bande nun vollkommen ein. Der Text Avurde auch sonst genau durchgesehen, ergänzt und verbessert; die Zahl der Abbildungen ist von 385 auf 443, die der Kunstbeilagen von 7 auf 20 gestiegen.
Greifswald, im März 1913
Max Semrau
Vorwort
Wilhelm Lübke hatte in seinem Grundriß der Kunstgeschichte dem 19. Jahrhundert keine einzige Abbildung und nur 30 Textseiten widmen können. Selbst davon habe ich nur sehr wenig und zumeist Nebensächliches herübergenommen, da sich die Auffassung gerade von jenem Zeitraum inzwischen wesentlich verändert hat. Mir schwebte als Ideal nicht lexikographische Vollständigkeit vor, sondern eine wirkliche Erzählung von den Haupttaten und Haupthelden der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Ferner suchte ich Text und Abbildungen zu einem organischen Ganzen zu verbinden, indem ich die einzelnen Künstler gerade an den abgebildeten Kunstwerken zu charakterisieren und diese deshalb auch möglichst nah bei dem dazugehörigen Text anzuordnen bestrebt war.
Gleichsam wie von selbst habe ich das Schwergewicht auf die Malerei gelegt, als auf diejenige Kunst, in der sich der Genius des 19. Jahrhunderts besonders klar, mannigfaltig und bedeutend ausgesprochen hat. Von den einzelnen Völkern aber habe ich weit über die geschichtliche Gerechtigkeit hinaus das deutsche ausführlich behandelt, ist das Buch ja doch für Deutsche bestimmt und lernen diese am ehesten deutsche Kunstwerke auch im Original kennen — vermögen diese am ehesten mit deutschen Kunstwerken mitzufühlen und sich für deutsche Kunstwerke zu begeistern.
So schrieb ich bereits im Vorwort zur ersten Auflage im Spätsommer 1904. Was damals persönliche Neigung war, den deutschen Gedanken besonders herauszuarbeiten, ist gegenwärtig, im Zeitalter deutscher Not, geradezu Pflicht jedes deutschen Schriftstellers, auf welchem Gebiet er auch immer arbeiten möge.
Auf Wunsch des Herrn Verlegers wurde in der vorliegenden sechsten Auflage das Buch in zwei Teile zerlegt, auch wurden die Anmerkungen an den Schluß verwiesen. Über 40 Abbildungen sind im vorliegenden 1. Teile neu hinzugekommen.
Im Literatur-Verzeichnis und in den Anmerkungen ist die im Text benutzte Literatur verzeichnet. Darüber hinaus wurde aber auch sonst noch manches Buch und manche Schrift namhaft gemacht, um es dem Leser bequem zu ermöglichen, jeglichen Orts Spezialstudien aufzunehmen. So wurde auch der vortreffliche „Alphabetische Schriftennachweis" des Woermannschen Handbuches zu Rate
Vorwort
Der zweite Teil der „Kunst des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart" weist eine bedeutende Vermehrung auf. Der ganze Abschnitt über den Expressionismus ist neu hinzugefügt, aber auch die Ausführungen über die großen deutschen Maler sind stark erweitert worden. Ebenso enthält der Abschnitt über die Bildnerei und die angewandte Kunst manches Neue. Es kam mir darauf an, möglichst viel Tatsächliches über Herkunft, künstlerische Erziehung, Werke und Lebenslauf der großen Künstler mitzuteilen. Andererseits hielt ich mich für verpflichtet, meine persönlichen Eindrücke von den einzelnen Künstlern und ihren Schöpfungen auszusprechen. Denn, wenn es auch ganz gleich ist, was der Einzelne darüber denkt, so ist doch der Verfasser allemal verpflichtet, dem Leser die subjektive Wahrheit zu sagen. Und ich werde niemand für ein Kunstwerk begeistern können, wofür ich mich nicht selbst erwärme.
Als der Abschnitt über die expressionistische Malerei fertig gesetzt war, erkrankte ich plötzlich. Da der Herr Verleger den ungesäumten Fortgang der Arbeit dringend wünschte, ließ ich mich vorübergehend durch meinen Schüler, den jungen Doktor der Kunstgeschichte, Maler und Graphiker, Herrn Strobel, vertreten. Von ihm rühren die Ausführungen über die Bildhauer Archipenko, Kolbe, Hoetger, ScharfE, Belling und Herzog, sowie der Abschnitt über die expressionistische Baukunst her. Es ist mir eine angenehme Pflicht, ihm für diese Hilfeleistung meinen herzlichsten Dank auszusprechen, ebenso meinem Jugendfreunde, Herrn Komponisten Karl Pottgießer in München-Gern, und Herrn Studienrat Dr. Erich Müller in Schweinfurt für das Mitlesen der Korrekturen. Endlich danke ich dem Herrn Verleger bestens für seine steten eifrigen und bereitwilligen Bemühungen um die schwierige Illustration des Buches. Wo eitie größere Anzahl von Abbildungen nach Werken eines und desselben Künstlers zur Verfügung stand, habe ich sie möglichst chronologisch angeordnet, um die Entwicklung des Künstlers zu veranschaulichen.
Im übrigen verweise ich auf das Vorwort zum I. Teil.
Erlangen, im Frühjahr 1925
Friedrich Haack