Bővebb ismertető
Einleitung
Die Ökologie (Haeckel 1870) ist die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und Umwelt. Dabei wird unter Umwelt die Summe der anorganischen und organischen Lebensbedingungen verstanden. Die Beziehungen der Organismen zu ihrer Umwelt können zwar zeitweise weitgehend eingeschränkt, aber nie vollständig unterbrochen werden, solange das Leben erhalten bleiben soll. Hier sind vor allem Dauerstadien, Sporen, Samen, Eier und Zysten zu nennen; aber auch diese haben einen, wenn auch minimalen Stoffwechsel und sind nicht unbegrenzt lebensfähig.
So können die Samen der Papilionacee Cassia mindestens 85 Jahre lebensfähig bleiben, während sehr viele Pflanzensamen, auch die der meisten Getreidesorten, gegen 10 Jahre aushalten. Für Dauerstadien von Tieren stellte man als Maximum bis jetzt 39 Jahre fest. Enzystierte Getreidenematoden wurden an seit 39 Jahren im Herbarium liegenden Pflanzen gefunden und konnten wieder zum Leben erweckt werden. Es handelte sich um eine neue Art, die den Namen Tylenchus poly-Uypnus erhielt (Steiner und Albin 1946). Den sehr geringen Stoffwechsel solcher Dauerstadien beweist auch deren hohe Resistenz gegenüber extremen Bedingungen. So konnte Rahm (1925, 1926) Dauerstadien von Thekamöben, Rotatorien und Tardigraden 3 Wochen in flüssigem Helium bei —271 °C aufbewahren und danach wieder zu aktiver Tätigkeit veranlassen; allerdings wurde ein längerer Aufenthalt in Hehum nicht ertragen.
Daß echte Wechselbeziehungen zwischen Organismus und Umwelt vorliegen, geht daraus hervor, daß einerseits die Umwelt den Organismus beeinflussen kann (Aktion), andererseits der Organismus durch seine Tätigkeit die Umwelt verändert (Reaktion) und schheßUch die Organismen sich gegenseitig beeinflussen (Koaktion). Als Beispiel einer Umweltwirkung auf den Organismus sei die Zunahme der Dichte des Felles der Säugetiere bei Abkühlung genannt; als Beispiel einer Rückwirkung des Organismus auf seine Umwelt kann die Aufstauung des Wassers durch die Dammbauten der Biber und als Beispiel gegenseitiger Beeinflussung können die Erscheinungen der Symbiose, des Parasitimus und der Konkurrenz, Erwähnung finden, (s. S. 183)
Versucht man alle diese Wechselwirkungen zu verfolgen, so gelangt man schließlich dazu, die Gesamtheit aller Organismen als ein großes System anzusehen, das mit seinem Lebensraum, der Biosphäre, in ständigem Austausch steht und einen großen Anteil an Energie als Sonnenstrahlung aus dem Makrokosmos bezieht. Innerhalb der Biosphäre lassen sich aber kleinere, voneinander mehr oder weniger abgegrenzte Systeme unterscheiden, die Forbes (1887) als „Microcosmos", Friederichs (1930) als „Holocön", Tansley (1923) als „Ecosystem" (= Ökosystem) und Thienejiann (1939) als „Biosystem" bezeichnet hat. Solche Öko-