Bővebb ismertető
VorwortDie öffentliche Diskussion über die Änderung gesetzlicher Bestimmungen - vor allem auf dem Gebiet des Straf- sowie des Ehe- und Familienrechts - hat deutlich gemacht, daß die Übereinstimmung wichtiger Gruppen unserer Gesellschaft hinsichtlich der Grundwerte in eine Krise geraten ist. Der Streit um die Anerkennung und Unverletzlichkeit tragender Wertvorstellungen, wie er von Parteien, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Großgruppen geführt wird, hat die Sinnproblematik in Staat und Gesellschaft stärker bewußt gemacht und die Frage gestellt, ob sich die vorhandene Pluralität der Wertvorstellungen durch Entscheidungsinstanzen für alle verbindlich überwinden läßt.Als die Kathohsche Akademie Hamburg durch Befragung von verantwordichen Politikern aller im Bundestag vertretenen Parteien und im Gespräch mit namhaften Wissenschaftlern und Publizisten das Thema ,,Grundwerte heute in Staat und Gesellschaft" zur Diskussion stellte, war nicht abzusehen, daß diese Auseinandersetzung zahlreiche Kontroversen nach sich ziehen würde. Unter Anteilnahme einer breiteren Öffentlichkeit - ermöglicht durch eine intensive Medienberichterstattung - wurde diskutiert, in welchem Maße durch die Reform zum Beispiel des Abtreibungsparagraphen und des Ehescheidungsgesetzes normativ-ethische Vorentscheidungen getroffen worden sind, die entscheidende, vor allem von den Kirchen vertretene Grundwerte in Frage stellen.Um in dieser sogenannten ,,Grundwerte-Debatte" den Zusammenhang zwischen der Reformgesetzgebung und den dazu gehörenden Stellungnahmen von Kirchen und Parteien deutlich zu machen, enthält dieser Band neben den Ausführungen der Parteipolitiker sowie ihren Diskussionen mit Wissenschaftlern und Pubhzi-sten auch amtskirchliche Stellungnahmen und Erklärungen namhafter katholischer und evangelischer Christen. Wesentliche