Bővebb ismertető
vokwort zur DRITTEN auflage Es ist keine leichte Aufgabe, die Neubearbeitung eines Buches über ein rasch anwachsendes Gebiet vorzubereiten. Die Yorbereitung dieser dritten Auflage hat mich viele lange Stunden gekostet. Aber es hat sich doch gelohnt; denn bei der Durcharbeitung der vielen Zeitschriften, in denen die Bemühungen einer Unzahl von Wissenschaftlern niedergelegt sind, bin ich immer wieder auf interessante Einzelheiten gestoBen, die alle in ein bestimmtes Schema hineinzupassen schienen, das uns geholfen hat, unserer allgemeinen Auffassung von der lebenden Substanz und ihren Funktionen eine gröBere Bedeutung zu geben. Zuweilen bin ich mir in der Tat wie ein Mensch vorgekommen, der an einem Zusammensetzspiel arbeitet. Anfangs scheinen die einzelnen Teile des Spieles kaum eine Beziehung zueinander zu habén, bis nach einer gewissen Zeit sich eins zum anderen fügt und dann allmáhlich immer weitere Teile ihren passenden Platz finden, wodurch weitere Fortschritte möglich sind, so daB letzten Endes die angesammelten Teile Form und Bedeutung gewinnen. Das Rátsel, vor dem die allgemeine Physiologie steht, ist vielleicht dasschwierigste, das der menschliche Forschungsdrang überhaupt zu lösen hat, denn innerhalb der engen Grenzen einer lebenden Zelle gibt es erstaunlich komplizierte Mechanismen. Allerdings kann gegenwártig nicht im entferntesten davon gesprochen werden, daB wir eine vollstándige Kenntnis dieser Mechanismen besitzen. Dennoch hat uns das vergangene Jahrzehnt vieles gelehrt, und die gewonnene Erkenntnis gibt uns neue Einblicke, welche uns bei der Lösung wichtiger theoretischer und praktischer Probleme weiterhelfen werden. Wenn wir wüBten, warum Muskeln sich kontrahieren, warum Zellen sich teilen und warum sich Impulse in den Nerven fortpflanzen, wenn wir wüBten, warum sich die lebende Substanz unter der Einwirkung dieser oder jener Chemikalien gerade so und nicht anders verhált, dann besáBen wir auch die Kenntnisse, die uns helfen würden, die menschlichen Leiden und Schwáchen zu verstehen. Bei dem Versuch, physiologische Probleme zu lösen, hat der Forscher auf dem Gebiet der allgemeinen Physiologie den groBen Vorteil, daB er seine Probleme an dem einfachsten und den gröBten Erfolg versprechenden Material in Angriff nehmen kann. Mehr und mehr nehmen wir eine überraschende Ahnlichkeit aller Formen des Lebens wahr. Was für das Protoplasma einer Amöbe zutrifft, trifft háufig auch für das Protoplasma des Menschen zu. So wáchst unsere Erkenntnis Schritt für Schritt. Ausgehend von unserer Kenntnis der einfacheren Arten lebender Substanz, können wir uns an die Klárung komplizierterer Typen heranwagen. Eine derartige Erklárung ist in der jüngsten Vergangenheit von gröBtem Nutzen gewesen, und es steht auBer Zweifel, daB sie von noch viel gröBerem