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as Grüne Gewölbe war die Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige. Es enthält mehr als 3100 Werke, vor allem aus Gold, Silber, Edelsteinen und Elfenbein. In der gegenwärtigen Ausstellung ist nur ein Teil des Bestandes zu sehen. Die Werke wurden ausgewählt unter dem Gesichtspunkt, den Bestand sowohl in seiner historischen Abfolge wie in der Vielgestaltigkeit seiner Materialien zu zeigen. Nach dem geplanten Aufbau des zerstörten Dresdener Residenzschlosses als Museumszentrum wird die Sammlung dort, wie ehedem, wieder vollständig ausgestellt werden. Das Dresdener Schloß war die ursprüngliche Heimstatt des Grünen Gewölbes. 1554 war der Westflügel — gelegen am heutigen Theaterplatz gegenüber der Semperoper — fertiggestellt worden. Im ersten Obergeschoß befanden sich die Wohnräume des Kurfürsten. Von ihnen aus führte eine im inneren Mauerwerk verborgene Wendeltreppe zu einem im Erdgeschoß gelegenen Raum, der grün gestrichen und gewölbt war. Die Wölbungen schützten ihn gegen Feuer, 2V2 m starke Außenwände, schwere Fenstergitter und eiserne Fensterläden gegen Diebstahl. Dort lagerte der Staatsschatz: Kleinodien, Geldvorräte und wichtige Dokumente. Offiziell hieß dieses Gemach „Die Geheime Verwahrung", aber schon 1572 findet man es in den Akten als „Grünes Gewölbe" bezeichnet. Im Jahre 1721 wurden diesem Raum durch Wanddurch-brüche einige weitere angeschlossen. Künstler und Handwerker zogen ein, um ihnen eine kostbare Ausstattung zu geben. Die verborgene Wendeltreppe wurde zugemauert. Wände und Pfeiler wurden mit reich geschnitzten, vergoldeten und lackierten hölzernen Dekorationen und mit verschieden geformten Spiegelfeldern verkleidet. Deckenfelder wurden dekorativ bemalt, Fußböden und Türgewände mit Marmor belegt. Vor den Wänden wurden vergoldete Tische aufgestellt und auf den Wandfeldern geschnitzte, vergoldete und lackierte Konsolen angeordnet. Auf ihnen wurden Kunstwerke und Geräte aufgestellt, die unter dem Gesichtspunkt der Kostbarkeit und Seltenheit aus den vorhandenen Beständen ausgewählt, angekauft und von Hof-