Bővebb ismertető
Ingrid Wenzkat Herta Günther
Warum ist es so schwer, Worte für den gedanklichen Einstieg in ein Werk zu finden, das sich dem Betrachter, dem Beschreibenden so gar nicht versperren will? Das weder Starallüren kennt noch Sophismen, die wie die Schalen einer Zwiebel einzeln abgezogen werden müssen, um endlich auszusagen, was eigentlich schon das Gesamte hätte mitteilen sollen ?
Warum ist es trotzdem so schwer, wo wir doch nur die Tür zu öffnen brauchen, und die schale, dunstgeschwängerte Luft von Hohles Bierstuben (1977) empfängt uns geradezu leibhaft? Stille, braunverhaltene Landschaften weiten sich vor dem Blick oder führen aus der Weite zurück auf ein Palais, ein verträumtes Haus, vielleicht nur eine kahle Brandmauer, auf der die Zeit in der blätternden Reklame, den Farbspielen gelockerten Putzes wie auf einer Uhr abgelaufen ist. Und Menschen sitzen, ganz in sich versunken, an Tischen, auf Sofas und Gartenstühlen - horchend, wartend, niemals hastig handelnd.
Sie aber ist es gerade, diese Verhaltenheit, die in den Unterschichten der liebenswürdigen Szenen Herta Günthers lagert und erst begriffen werden muß, ehe Worte wirklich hinter das nur scheinbar so Leichte, bequem Faßbare zu führen vermögen. Denn diese Kunst ohne Proklamationen, das so gar nicht Agitatorische oder Laute summierte sich bereits zu einem Werk, dessen Gefäüigkeit nur die Oberfläche, dessen Natürlichkeit Sehnsucht nach dem Unkomplizierten ist, hinter dessen stillen Heiterkeiten oft überstandene Bitternisse