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An der Heiratsbörse der europäischen Fürstenhöfe waren die habsburgischen Erzherzoginnen durch die Jahrhunderte eine von ihren Eltern mit diplomatischem Geschick angebotene, nach allen Regeln der Staatskunst vermarktete Handelsware. Man bediente sich ihrer, um Kontakte zu anderen Dynastien anzubahnen oder fester zu knüpfen, Ansprüche auf den Erwerb fremder Territorien und Länder zu untermauern und blutsmäßig zu legalisieren. Habsburgerinnen wurden in die Toskana vermählt, in das Königreich Neapel-Sizilien, nach Bayern und Sachsen, Siebenbürgen, Polen, Schweden, Frankreich und Brasilien.
Auf die Wünsche der in alle Welt verschacherten jungen Damen nahm man keine Rücksicht, ihr persönliches Glück stand nicht zur Debatte. Es zählte nicht. Widerspruch gab es kaum. Die Erzherzoginnen fügten sich in ihr Schicksal.
Nicht alle, aber viele von ihnen fährten an der Seite der ihnen angetrauten Ehemänner, denen sie an Begabung, diplomatischem Geschick und seelischer Stärke oft zumindest ebenbürtig, wenn nicht überlegen waren, ein bedauernswertes, glücklos-unglückliches Leben. Ich habe aus der Fülle der einschlägigen Fälle fünf Habsburgerinnen herausgegriffen, die allesamt auf dem Altar der Politik geopfert wurden. Jede für sich ist aber allein und eigenständig ihren persönlichen Weg gegangen und hat ein eigenes, zumeist tragisches Schicksal erlitten.
Die im Geschichtsbewusstsein vieler Menschen wohl am wenigsten verankerte Persönlichkeit, deren turbulentes, fremdbestimmtes Leben ich schildere, war Margareta von Parma. Die voreheliche Toch-