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Hadschi MurátIch ging auf einem Feldweg nach Hause. Es war mitten im Sommer. Die Heuernte war bereits eingebracht, und man begann gerade damit, den Roggen zu mähen.Um diese Jahreszeit beschert uns die Natur einen reichen, farbenprächtigen Blumenflor. Da gibt es in Weiß, Rot und Rosa die duftenden, vollen Blüten des Klees; die wild wuchernden mattweißen Margeriten mit dem grellgelben Knopf in der Mitte und dem ihnen eigenen würzigen, leicht an Fäulnis erinnernden Geruch; die nach Honig duftende gelbe Kresse neben hochaufgeschossenen tulpenförmigen lila und weißen Glockenblumen; rankende Wicken und grazile Skabiosen in gelben, roten, rosa und lila Farbtönen; den Wegerich mit dem rosig angehauchten Flaum auf den kolbenförmigen Blüten und dem kaum spürbaren angenehmen Duft; die zuerst leuchtend blauen, gegen Abend dunkler werdenden und vor dem Verblühen ins Rötliche übergehenden Kornblumen und die zarten, nach Mandeln duftenden und schnell welkenden Blüten der Winden.Ich hatte einen großen Strauß Blumen gepflückt und wollte schon weitergehen, als ich im Graben die wundervolle himbeerfarbene, voll entfaltete Blüte jener Distel bemerkte, die in unseren Gegenden Tatarendistel genannt wird und die man beim Mähen sorgfältig umgeht und, wenn unversehens doch eine mitgemäht wird, sofort herausnimmt, damit sich niemand daran sticht. Ich bekam Lust, diese Distel zu pflücken und sie meinem Strauß als Mittelpunkt einzufügen. Ich stieg in den Graben, vertrieb eine flauschige Hummel, die sich in der Blüte festgesogen hatte und in süßen, seligen Schlummer versunken war, und wollte die Blume pflücken. Doch das erwies sich als recht schwierig: abgesehen davon, daß der Stengel vol-