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Burchard Brentjes
DIE "DUNKLEN JAHRHUNDERTE" DER FROHEN EISENZEIT UND DIE KULTUR-
GESCHICHTE MITTELASIENS
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1. Die "dunklen Jahrhunderte"
Der Begriff die "dunklen Jahrhunderte" ("Dark Ages") ist vor
allem für die Kulturgeschichte des Ostmittelmeerraums in Ge-
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brauch. So fand 1980 in Österreich ' ein großes Symposium unter
dem Titel "Griechenland, die Ägäis und die Levpnte während der
•Dark Ages' vom 12. bis zum 9. Oh. v. Chr." statt, das über die
Realität einer langfristigen Unterbrechung des staatlichen Le-
bens, ja der erfaßbaren Besiedlung ganzer Regionen keinen Zwei-
fel ließ, wenn auch viele Fragen offen blieben.
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Der Abbruch der bis c. 1200 v. u. Z. blühenden Zivilisation
der Hethiter und anderer Volksgruppen ging in vielen Formen vor
sich, so daß das konkrete Bild im archäologischen Befund sehr
widersprüchlich ist - aber zusammenfassend kam Ekrem Akurgal
in der Diskussion auf jenem Symposium zu der Formulierung:
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"Also diese kleine Lücke, von 150 Jahren, die ist einfach da,
2)
in Milet und überall in Westkleinasien". ' In seinem eigenen
Beitrag3^ "Das dunkle Zeitalter Kleinasiens" geht er zu Recht
über Westkleinasien hinaus und schreibt: "Es scheint tatsäch-
lich, daß Anatolien in der Zeitspanne zwischen 1180 und 750 v.
Chr. von nomadischen Völkern besiedelt war, die keine festen
Sitzplätze hatten".4^ Er hat auch zuvor in der Diskussion weiter
ausgegriffen und die auf dem Symposium nicht beantwortete Fra-
ge gestellt: "Und warum alles um 1200? Die mykenische Welt, die
Städte Ugarit, Hattusa, an zwei bis drei Stellen zu gleicher
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Zeit gehen unter ".
Dieses "Warum" stellt sich noch eindringlicher, wenn man die
Region verläßt und berücksichtigt, daß zur gleichen Zeit die