UonuortFür neue Welten braucht man neue Atlanten. Jedes bedeutende Kartenwerk in der Geschichte dieser Erde resultiert aus den Entdeckungen seiner Zeit. Als Ptolemäus um 150 n. Chr. in seiner eine Anleitung zur Herstellung von Karten der bewohnten Welt gab, setzte er sich an die Spitze der damaligen Kartografie, weil er zum erstenmal genaue astronomische Meßmethoden für die Kartografie nutzbar machte. Wenn auch die Welt des Ptolemäus nur einen kleinen Teil der uns heute bekannten Erdoberfläche umfaßte, stellten seine Karten doch eine...
UonuortFür neue Welten braucht man neue Atlanten. Jedes bedeutende Kartenwerk in der Geschichte dieser Erde resultiert aus den Entdeckungen seiner Zeit. Als Ptolemäus um 150 n. Chr. in seiner eine Anleitung zur Herstellung von Karten der bewohnten Welt gab, setzte er sich an die Spitze der damaligen Kartografie, weil er zum erstenmal genaue astronomische Meßmethoden für die Kartografie nutzbar machte. Wenn auch die Welt des Ptolemäus nur einen kleinen Teil der uns heute bekannten Erdoberfläche umfaßte, stellten seine Karten doch eine gewaltige Verbesserung gegenüber den vorangegangenen Versuchen dar. Nach ihm wurden die Methoden der Kartografie von Erdoberfläche und Firmament weiterentwickelt und vervollkommnet. Neue Kartenprojektionen wurden ersonnen, neue Beobachtungen angestellt. Rund 1450 Jahre später - ein Jahrhundert nach den großen Entdeckungen des Kolumbus - erschien das erste wissenschaftliche Kartenwerk, das die ganze bekannte Welt enthielt. Von dem flämischen Geografen Gerhardus Mercator (1512 - 1594) gezeichnet, bereicherte es unseren Sprachschatz um das neue Wort , denn das Buch zeigte auf seinem Einband die mythologische Darstellung des die Erdkugel tragenden Riesen Atlas. Mercators bedeutendes Werk aus der Renaissance entsprach der dringenden Notwendigkeit jener Zeit, nicht nur die Grenzen der Alten Welt neu festzulegen, sondern auch die neuentdeckte Welt mit einzubeziehen - Amerika. Heute, vier Jahrhunderte später, erscheint dieser Weltraumatlas als Ergebnis einer neuen Zeit der Entdeckungen. Auch sein Erscheinen bezeichnet einen Markstein in der Geschichte, den Augenbhck, da sich der Mensch auf dieser Erde angesichts der Weite des Raums seiner eigenen Winzigkeit bewußt wurde. Das Schauspiel der Raumfahrt hat die Menschen dieses ganzen Erdenrunds ^ in Bann geschlagen. Vom ersten Sputnik 1957 bis zur Landung des Menschen auf dem Mond 1969 verhef ' der Vorstoß in den Weltraum gleichsam in einem Zuge. Nie zuvor bestand die Möglichkeit, einen solchen Atlas
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