Bővebb ismertető
Vorrede zur vierzehnten Auflage.
Nachdem die Anatomische Gesellschaft auf der 43. Versammlung in Jena am 27. August 1935 die Vorschläge ihrer Nomenklatur-Kommission angenommen hat, konnte eine neue Auflage des Handatlas an diesen I.N.A. nicht vorübergehen, ohne sie zu berücksichtigen. Ich habe der neuen Auflage diese I.N.A. in der Form zugrunde gelegt, in der sie H. Stieve unter dem Titel,,Nomina anatómica" 1936 bei Gustav Fischer in Jena herausgegeben hat, und habe dabei auch die ,,Verbesserungen an den Nomina anatómica" miteinbezogen, die H. Stieve im „Anatomischen Anzeiger" Bd. 83 Nr. 21/24 am 1. März 1937 veröffentlicht hat. Abgewichen bin ich von den I.N.A. nur in wenigen Fällen, die im Register mit einem * bezeichnet sind. Diese Abweichungen stammen teilweise von mir selbst. Teilweise sind sie den „Verbesserungsvorschlägen an den Nomina anatómica" entnommen, die die „Nomenklatur-Kommission der Japanischen Anatomischen Gesellschaft" in „Okajimas Folia anatómica japónica", Bd. XV, Heft 5 (Oktober 1937) hat erscheinen lassen. Wenn mir auch viele von den Bemerkungen der Japanischen Kommission wohlbegründet scheinen und einer Berücksichtigung wert wären, so habe ich meinem Atlas doch nur einige wenige der vorgeschlagenen Änderungen einverleibt, die mir besonders wohlbegründet erschienen und bei denen ein Mißverständnis oder eine Unklarheit ausgeschlossen ist. Stärkere und zahlreichere Änderungen an den Bezeichnungen anzubringen, habe ich vermieden; sie würden ja gerade das verhindern, was man im allgemeinen herbeizuführen wünscht, nämlich eine möglichste Einheitlichkeit der Nomenklatur; es würde wieder — wie vor einem halben Jahrhundert — jedes Lehrbuch, jeder Atlas seine eigene Nomenklatur haben. Hier muß das Allgemeininteresse an erster Stelle stehen, mögen auch manche Einzelwünsche unerfüllt bleiben und Inkonsequenzen vorkommen!
Bei dieser neuen Auflage sind die Abbildungen im wesentlichen unverändert geblieben. Das Hauptgewicht wurde auf eine sorgfältige Überarbeitung des Schriftsatzes im Sinne der neuen Nomenklatur sowohl in der Beschriftung der Abbildungen als auch innerhalb des beschreibenden Textes gelegt. Letzterer hat teilweise eine ganz neue Fassung bekommen. Erstens mußte er sich meiner Meinung nach konsequenterweise den für die termini technici aufgestellten Grundsätzen möglichst anpassen, so daß jetzt auch im Text die Lage- und Richtungsbezeichnungen ebenso wie an den Abbildungen von der zufälligen Stellung des Körpers im Raum unabhängig sind. Zweitens ist die Beschreibung der in die I.N.A. neu
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Die Blutgefäße des Muskels.
402.
Die Verzweigung der Arterien im rechten m. rectus abdominis eines menschlichen Neugeborenen,
Ventralansicht.
Vergr.: 1:1. Die Arterien sind mit einer dunklen Masse injiziert, der ganze Muskel ist durchsichtig gemacht.
Die Gefäßversorgung des Muskels
(s. auch Figg. 403 u. 404).
Die Zalil der Arterien, welche einen und denselben Muskel bei verschiedenen Individuen versorgen, ist nur geringen Schwankungen unterworfen; namentlich gleichen sich bei demselben Individuum die rechte und die linke Seite immer auffällig.
In den einzelnen Muskel treten mindestens zwei Arterien ein, die je nach der Masse des Muskels dünner oder dicker sind. Sie verzweigen sich im allgemeinen fast ausschließlich in dem betreffenden Muskel und entsenden höchstens feine Ästchen in das umgebende Gewebe; in manchen Fällen aber geben sie auch größere Äste namentlich zur bedeckenden Haut ab oder an benachbarte Muskeln.
Die Blutgefäße des Muskels.
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Äste dor aa. intercostales sinistrae
Äste der a. phrenica abdomiualia sinistra
403.
Die Verzweigung der Arterien im Zwerchfell des Hundes
(linker dorsaler Abschnitt), Kranialansicht. Vergr.: 2:1. Die Arterien sind mit einer dunklen Masse injiziert, der ganze Muskel ist durchsichtig gemacht.
(Die Füllung der Gefäße ist etwas vollständiger als in Fig. 402.)
Die Gefäßversorgung des Muskels (Fortsetzung).
Die in den Muskel eindringenden Arterien (s. auch Fig. 402) biegen im allgemeinen bogenförmig in die Faserrichtung ein und laufen mit ihren Verzweigungen denjenigen der anderen Muskelarterien entgegen. Sie entsenden von ihrem Eintritt ab zahheiche größere und kleinere Äste, welche untereinander und mit den Zweigen anderer Arterien Verbindungen (Anastomosen) eingehen, so daß dadurch ein gröberes Netzwerk entsteht, welches den Muskel allseitig durchzieht. Von den Seiten dieses Netzwerkes entspringen feinere Äste, welche ebenfalls untereinander zusammenhängen (anastomosieren). So entsteht in dem gröberen Netzwerk ein feineres aus ziemlich gleichgroßen Maschen, die von ungefähr rechteckiger Gestalt und in der Faserrichtung etwas in die Länge gezogen sind.
Vorwort.
Das Erscheinen des dritten Bandes des Handatlas ist durch den Tod von Prof. Spalteholz, der selbst noch Hand an die ersten Bogen auch dieses Bandes gelegt hatte, verzögert worden.
Meine Aufgabe bestand darin, einmal die aus den Anmerkungen im Handexemplar des Verstorbenen hervorgehenden Absichten gewisser Textveränderungen sinngemäß einzufügen und zweitens den Text gemäß der neuen anatomischen Nomenklatur (I. N. A.) umzuarbeiten. Die Nomenklaturänderungen wurden nach der zweiten, verbesserten und erweiterten Auflage der von H. Stieve zusammengestellten Nomina Anatómica ausgeführt. Eine weitergehende Umgestaltung oder Ergänzung (z. B. Darstellung des parasympathischen oder extrapyramidal-motorischen Systems usw.) lag nicht im Kähmen meiner Aufgabe.
Zu meinem größten Bedauern ist durch den Verzicht auf Eigennamen die von Spalteholz mit großer Sorgfalt zusammengestellte kurze Tabelle historischer Hinweise überflüssig geworden.
Leipzig, im September 1940.
Rudolf Bachmann.