Bővebb ismertető
Erkrankungen der Zirkulationsorgane.
Von
Franz Külbs-Köln.
Mit 192 Abbildungen.
I. Anatomie und Physiologie. A. Allgemeine und topographische Anatomie des Herzens.
Die Lage des Herzens darf, was die allgemeinen Gesichtspunkte angeht, als bekannt vorausgesetzt werden. Berührt werden soll in diesem Kapitel nur das, was bei der Topographie des Herzens praktisches Interesse hat.
Die anatomisch festgesetzten Grenzen des Herzens sind folgende: Die rechte Grenze liegt 2 cm außerhalb des Sternalrandes und verläuft dem Sternum etwa parallel in einem leichten Bogen vom 2. Interkostalraum bis zum 6. Rippenknorpel, die linke Herzgrenze geht vom 2. Interkostalraum bis zum 5. Interkostalraum in einer stark nach außen konvexen Linie, die oben ungefähr 3 cm vom linken Sternalrand entfernt ist, unten etwa 6—7 cm. Das Herz Hegt mit seiner unteren Fläche, d. h. in der Hauptsache mit dem linken Ventrikel und einem TeU. des rechten Ventrikels, dem Zwerchfell auf. Praktisch ist von besonderer Wichtigkeit, daß die Vorderfläche des Herzens, die wir mit Hilfe der Herzperkussion zu bestimmen in der Lage sind, zum weitaus größten Teil vom rechten Ventrikel gebildet wird. Die äußerste Grenze nach links nimmt der linke Ventrikel, die nach rechts der rechte Vorhof ein. Die hintere Fläche wird vom linken Vorhof und linken Ventrikel und einem Teil des rechten Vorhofs gebildet. Die Kenntnis dieser Beteiligung der einzelnen Herzabschnitte an den verschiedenen Herzflächen ist z. B. bei Verletzungen des Herzmuskels besonders für die Beurteilung der Herzsilhouette im Röntgenbilde (zit. S. 167) wichtig.
Was die Lage der großen Gefäße angeht, so möchte ich folgendes ins Gedächtnis zurückrufen: Die Aorta gibt nach rechts die Arteria anonyma ab, nach links die Carotis sinistra und Subclavia sinistra. Der Aortenbogen reitet auf dem linken Bronchus und auf dem rechten Ast der Arteria puhnonalis. Bei einer Erweiterung des Bogens kann es daher zu Stauungserscheinungen in der Pulmonalis und zur Kompression des Unken Bronchus kommen. Der höchste Punkt des Arcus aortae reicht bis zum oberen Rande des 1. Rippenknorpels. Die aufsteigende Aorta liegt an ihrem Ursprung 6 cm hinter dem Sternum, in der Höhe des Arkus nur noch 4 om. Die Pulmonalis ist bei Erwachsenen unmittelbar dem Sternum angelagert. Bei Kindern oder bei einer Thymus persistens wird der Raum zwischen den Pleurablättern von der Thymus ausgefüllt, was bei hierdurch bedingter Dämpfung zur fälschhohen Annahme von Aneurysmen, Arteriosklerose führen kann.
Hinter dem oberen Rand des 2. linken Sternokostalgelenks teilt sich die A. pulmonalis (die zur Hälfte hinter dem Sternum Hegt, zur Hälfte links von diesem) in ihre beiden Hauptäste. Aus diesem Grunde werden die Aneurysmen der A. pulmonalis immer zuerst links unterhalb der 2. Rippe eine Vorwölbung verursachen, während die Aneurysmen der Aorta je nach ihrem Sitze rechts unterhalb der 2. Rippe oder links oberhalb der 2. Rippe lokale Erscheinungen machen müssen.
Die UmschlagssteUe des Perikards liegt vorne auf der Aorta 1—lYj cm unterhalb des Arkus.
Das Herz ist an seiner Vorderseite zum größten Teil von der Pleura bedeckt. Wichtig sind die topographisch-anatomischen Daten der vorderen Pleura-grenzen, die jedoch im einzelnen ziemlich stark variieren können. Der
Handbuch der inneren Medizin. 2. Aufl. Bd. II. 1