Bővebb ismertető
Es gibt in der Tat wenige Bereiche des táglichen Lebens, in denen in den letzten zwei Jahrzehnten dermafien groBe Umwálzungen erzielt worden sind, wie gerade auf dem Gebiet der InsektenbekámpíÉing. Das mag dem mitteleuropáischen Leser nicht ohne weiteres bewuBt geworden sein. Für viele warme Lánder liaben aber die modernen Insektizide mehr Grundlagen für den kulturellen Fortschritt gebracht als andere Entwickpngen der modernen Technik. Nicht umsonst wurde dem Schweizer Chemiker Dr. Paul Müller als ,,Vater des DDT" der Nobelpreis für Medizin verliehen. Darin kommt zugleich die Tatsache zum Ausdruck, daB die gesamte DDT-Ara" (womit die mit der Einführung cles DDT in die Schádlingsbekámpfung begonnene neue Epoche der synthetischen Insektizide bezeichnet werden soll) vor allém auf der Chemie basiert. Aber Insektizide sind trotzdem alléin als Chemikalien nur ein Torso - Landwirte und Parasitologen verlangen mindestens ebenso bei ihrer Anwendung mitzureden, Arzte betrachten sie als Arzneimittel im weiteren Sinn", und der Tierarzt fordert vor allém als Toxikologe ein Vetorecht. So ist die moderne Insektizidkunde heute zu einem eigenen Wissensgebiet geworden, das zwar umfassende Spezialkenntnisse verlangt, das aber doch von keiner Ausgangsdisziplin aus völlig beherrscht werden kann oder auch nur zu überschauen ist. Selbst die Grundpfeiler Chemie, Biologie (der Insekten) und Toxikologie (für den Warmblüter) können nie ausreichen, um zu entscheiden, wann eine praktische Anwendung von Insektiziden angezeigt (erwünscht, notwendig, vertretbar) ist - Pflanzenbauer, Forstwirt, Tierzüchter oder Hygieniker legen mit Recht noch ganz andere MaBstábe an. Ein Handbuch über alle Aspekte der Insektizidanwendung zu schreiben, wáre vor 20 Jahren fast als ein Kinderspiel erschienen - und ist heute kaum noch zu schaffen. Gerade die Schwierigkeit aber schien dem Herausgeber eine Verpflichtung zu bedeuten, zu der er durch viele Anregungen aus Kreisen befreundeter Kollegen ermutigt wurde. Die freudige Bereitvvilligkeit zur Mitarbeit vieler in- und auslándischer Kollegen bestárkte ihn in der Zuversicht des Gelingens - mögen daher auch die Leser den Eindruck erhalten, daB sie ein nützliches Buch vor sich liaben. Herausgeber und Autoren würden sich besonders glücklich schátzen, wenn das auch von den Studenten verschiedener Fachrichtungen so empfunden würde. Gerade darin sehen doch wir Álteren unsere Hauptaufgabe - unsere Kenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben und es den nach uns Kommenden leichter zu machen. Freilich kann das nie in müheloser Form geschehen - dazu ist die Wissenschaft mit all ihren Spezialmethoden zu kompliziert geworden. Mitunter dürfte z. B. eine leichte Heterogeritát verschiedener Kapitel stören - aber manchmal ist eben diese Heterogenitát durch die Natúr der Sache oder die Individualitát der Autoren bedingt. Wenn z. B. dieselben Dinge teilweise verschieden benannt werden (Phosphorsaureester = Alkylphosphat; Dipterex = Trichlorphon = Trichlorfon; HCH = HCC = Hexa), so ist das kein Versehen, sondern beruht auf der Toleranz des Herausgebers gegenüber Dingen, die im Flusse sind oder verschieden betrachtet werden können; dazu gehört ubrigens auch der Begriff Physiologie", der in der Pharmakologie in ganz anderem Sinn gebraucht wird wie in der Biologie. Für den Leser eines Hanclbuchs schien